Die Eisheiligen

Wenn auf nichts mehr Verlass ist, auf sie ist Verlass: Was ich meine sind die „Eisheiligen“. Jedes Jahr in den ersten beiden Mai-Wochen fällt das Thermometer um einige Grad. Ja, es kann sogar noch mal zu Nacht- und Bodenfrösten kommen, so als allerletztes Aufbäumen des Winters. Deshalb ist es wirklich sinnvoll, Balkonblumen, die keine Minusgrade vertragen, erst nach den “Eisheiligen“ ins Freie zu bringen. Es betrifft vor allem Geranien, Begonien, Petunien, Fuchsien und wie sie alle heißen. „Die Eisheiligen“ weiterlesen

Der Goldlack (Erysinum cheiri)

Eine meiner Lieblingsblumen blüht jetzt wieder: der Goldlack (Erysinum cheiri). Schon als Kind fand ich Gefallen an diesen wunderschönen Pflanzen, die jedes Jahr im Bauerngarten meiner Eltern ganz hinten am Zaun standen.

Obwohl es schon so viele Jahre her ist, erinnerte ich mich noch an den bezaubernden Duft dieses herrlichen Frühjahrsblühers, als ich vor ca. 10 Jahren im Saatgut-Regal eines Gartencenters ein Tütchen mit dem Namen „Prachtmischung“ fand. Ich konnte nicht widerstehen und musste es haben. „Der Goldlack (Erysinum cheiri)“ weiterlesen

Das Bambushaus auf der Landesgartenschau Rosenheim

Auf der Landesgartenschau 2010 in Rosenheim gibt es dieses Jahr etwas ganz besonderes zu bestaunen, nämlich ein Bambushaus, das der 74-jährige Flechtkünstler Johann Bachinger in den letzten 3 Monaten aufgestellt hat.

Das Haus am Ufer der Mangfall ist ca. 160 qm groß und 3,70 Meter hoch. Dazu waren 2000 5-6 Meter lange Bambusstangen notwendig, die von 400 Spendern aus Rosenheim und Umgebung gestiftet wurden (Kostenpunkt: 20.000 €).

„Ich wollte ein Haus am Fluss bauen, dass die Natur herein holt und nicht ausschließt, das Innen und Außen Natur ist!“, so der Flechtwerker Bachinger. „Deshalb habe ich Bambus verwendet, das ist ein tolles Material. Von der Stabilität mit Stahl vergleichbar, steif und trotzdem elastisch. Und wenn man die Klimadiskussionen verfolgt auch zukunftsweisend.“

Bilder und weitere Informationen zum Bambushaus gibt es hier und hier.

Der Efeu – Arzneipflanze des Jahres 2010

Der Efeu (Hedera helix) wurde in diesem Jahr von den Wissenschaftlern der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2010 gewählt.

Bereits Hippokrates (um 460 bis etwa 375 vor Christus) empfahl Efeu als Heilpflanze bei den verschiedensten Leiden. In der Antike wurde er dann als Schmerzmittel oder als Salbe gegen Verbrennungen eingesetzt. Heute wird ein Blätter-Extrakt des Efeus zur Behandlung von Bronchialerkrankungen, Keuchhusten und bei akuten Entzündungen der Atemwege verwendet.
Hauptverantwortlich dafür sind die Saponine Alpha–Hederin und Hederacosid C. Saponine sind bitter schmeckende Pflanzenwirkstoffe, die beim Schütteln mit Wasser einen seifenartigen Schaum ergeben (deshalb wurde der Efeu früher auch oft als Waschmittel verwendet). Die Saponine des Efeus wirken keimtötend, entzündungshemmend, schleimtötend und sie erweitern die Bronchialmuskulatur.

Efeu

©Stella / Pixelio

Doch Vorsicht, denn trotz seiner heilenden Eigenschaften zählt der Efeu zu den Giftpflanzen! Die Blätter und deren Saft kann zu Hautreizungen und Allergien führen. Vor allem aber die Beeren sind giftig. Diese können besonders bei Kindern Übelkeit, Durchfall und Erbrechen auslösen.

Die Arzneipflanze des Jahres wird seit dem Jahr 1999 gewählt. Die Wissenschaftler möchten mit dieser Auszeichnung der Öffentlichkeit das breite Spektrum an Heilpflanzen näher bringen und die Gesellschaft dazu animieren, sich mit der Verwendung von pflanzlichen Arzneimitteln zu beschäftigen.

Bisher wurden folgende Pflanzen zur Arzneipflanze des Jahres gekürt:

  • 1999: Buchweizen
  • 2001: Arnika
  • 2002: Stechender Mäusedorn
  • 2003: Artischocke
  • 2004: Pfefferminze
  • 2005: Arzneikürbis
  • 2006: Thymian
  • 2007: Hopfen
  • 2008: Gemeine Rosskastanie
  • 2009: Fenchel

Es gibt übrigens noch eine ähnliche Wahl, nämlich die zur „Heilpflanze des Jahres“. Zur Heilpflanze des Jahres 2010 wurde vom Naturheilverein Theophrastus die Gewürznelke bzw. der Gewürznelkenbaum (Syzygium aromaticum) gekürt.

Dieses und jenes

In der Kategorie „dieses und jenes“ werde ich in Zukunft über aktuelle Themen berichten und auch schauen, worüber in anderen Gartenblogs so berichtet wird.

So wird der Weihnachtsbaum richtig entsorgt

Laut der Verbraucher Initiative werden in Deutschland zum Fest jährlich rund 25 Millionen Weihnachtsbäume aufgestellt. Diese müssen danach natürlich wieder entsorgt werden und dafür gibt es einige Bestimmungen, die eingehalten werden sollten und die in jeder Kommune etwas unterschiedlich sind. „So wird der Weihnachtsbaum richtig entsorgt“ weiterlesen

Geranien (Pelargonien) überwintern

Geranien sind die am meisten verbreiteten Balkonpflanzen Deutschlands, wahrscheinlich auch deshalb, weil sie sehr pflegeleicht sind und auch die Überwinterung sehr einfach ist.

Normalerweise sollten sie Ende Oktober, vor dem stärkeren Frost, eingeräumt werden. Obwohl sie auch leichteren Frost überstehen. „Geranien (Pelargonien) überwintern“ weiterlesen

Dahlien überwintern

Dahlien gehören zu den Knollenpflanzen und müssen deshalb über den Winter z.B. in einem Keller gelagert werden. Dazu werden sie ab ca. Mitte Oktober (bzw. vor dem ersten Nachtfrost) ca. 10 – 15 cm über dem Erdboden abgeschnitten und vorsichtig ausgegraben. Ideal wäre es, wenn die Dahlien ab Oktober nicht mehr gegossen werden, da so die Dahlienknollen das Wasser besser speichern können. Nachdem die Knollen ausgegraben sind, muss die Erde entfernt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass sich kein Wasser mehr in den Stängeln befindet. Sind die Knollen trocken, so können sie z.B. in einer Kiste nebeneinander eingelagert werden. Dazwischen sollte immer eine Schicht Zeitungspapier
liegen, damit die Dahlien noch „nachtrocknen“ können.

Beim lagern müssen die Dahlienknollen vor Feuchtigkeit und Frost geschützt sein und sollten deshalb auch immer mal wieder kontrolliert werden. Ansonsten faulen die Knollen sehr schnell und die Fäulnis breitet sich dann auch auf die anderen Knollen aus.

Der Raum, in dem sie gelagert werden, darf nicht zu feucht und nicht zu trocken und relativ kühl sein.

Fotos vom Überwintern der Dahlien findet ihr im Gärtnerblog oder im Dahliengarten