Bergenie

Veröffentlicht am 09.05.2018 in Gartenpflanzen

Sie wird auch Riesensteinbrech genannt, denn sie gehört tatsächlich zur Familie der Steinbrechgewächse, oder botanisch Saxigragyceae. Die Heimat ist die Mongolei bzw. Gegenden im und am Himalaja. Dort bevorzugt die Bergenie schattige Wälder und feuchte Wiesenauen. Aus diesem Grund will sie auch bei uns eher einen schattigen bis halbschattigen Standort. Ganztags pralle Sonne wäre ihr eher unangenehm, weshalb sie sich auch zur Bepflanzung unter einem Baum sehr gut eignet. Eine Rabatte, vielleicht direkt am Haus, auf die tagsüber längere Zeit Schatten fällt, wäre gleichfalls ideal. Die Bergenie ist somit eine der wenigen Frühjahrsblumen, die mit weniger Sonnenstrahlen Vorlieb nehmen. Mit ihrem Aussehen muss sie allerdings alles andere als ein Schattendasein fristen. Traubenartige Blütenstände, die bis zu 50 cm hoch werden, verleihen der Pflanze von April bis Mai eine liebreizende Ausstrahlung. Die Blüten erscheinen gewöhnlich in einem zarten bis kräftigen Rosa und sind bei allen Insekten sehr beliebt.

Das abgerundete, ziemlich breit wachsende Laub wirkt recht fleischig. Als lederartig könnte man es noch treffender umschreiben. Die Blattränder verlaufen etwas wellig und gehen teils ins Bräunliche oder Rötliche über. Die recht dicken Stängel, die die Blütenstände tragen, besitzen die gleiche Färbung. Das Laub wird nur 20 bis 30 cm hoch und zieht sich auch im Winter nicht komplett ein. Die Blütendolden wachsen über das Laub hinaus, um sich in ihrer vollen Pracht präsentieren zu können.Bergenie

Bergenien eignen sich auch wunderbar zur Randzonenbepflanzung an Teichen oder Bachläufen, allerdings wiederum etwas Schatten vorausgesetzt. Der Boden, auf dem sie sich am besten entfalten, sollte humus- bzw. nährstoffreich sein. Ein sandiger Grund kommt somit nicht in Frage. Werden mehrere Stauden nebeneinander gepflanzt, sollte auf einen ausreichenden Abstand von mindestens 40 cm geachtet werden. Da Bergenien Rhizome bilden, lassen sie sich damit sehr leicht vermehren. Einfach kräftige Triebstück am gewünschten Platz eingraben und eine neue Bergenienpflanze wächst heran. Ansonsten sorgt eine Bergenie auch mit ihrem Samen für Nachwuchs. Aus den Blüten entwickeln sich Kapseln, die ausreichend Saatgut beinhalten und bei entsprechender Reife aufplatzen. Bergenien kann man durchaus unter die Bodendecker einordnen, denn auch sie wachsen sehr rasch in die Breite und halten damit das Unkraut im Zaum.

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