Das Geheimnis von üppig blühenden Geranien

In manchen Gegenden sind mit Geranien geschmückte Hausfassaden einfach nicht wegzudenken. So zum Beispiel im Alpen- und Voralpenland. Herrlich blühende Geranien, die manchmal sogar mehr als einen Meter am Fenstersims oder an der Balkonbrüstung herunterhängen, gehören dort zum Ortsbild. Wie nur schaffen es die Anwohner, solch einen Blütentraum zu erschaffen?

Geranien brauchen sehr viel Wasser. An sehr heißen Sommertagen kann es ganz leicht passieren, dass die Pflanzen gelb werden oder sogar verdorren. Selbst wenn es nicht zum Äußersten kommt, wirkt sich zu wenig Flüssigkeit bereits auf die Blühfreude der Pflanzen aus. Allerdings mögen es Geranien aber auch nicht, wenn sie längere Zeit in triefend nasser Erde stehen. Dann kann es nämlich passieren, dass die Wurzeln faulen. Einfach nur den Blumenkasten bis zum Rand hin voll Wasser laufen zu lassen wäre also der falsche Weg. Viel besser ist 2-maliges Gießen pro Tag. Damit das nicht in gar zu viel Arbeit ausartet, haben sich Bewässerungssysteme, die mit Schläuchen an der häuslichen Wasserleitung angeschlossen sind, bestens bewährt. Es genügt dann, zweimal am Tag, am besten morgens und abends, den Wasserhahn aufzudrehen. „Das Geheimnis von üppig blühenden Geranien“ weiterlesen

Gefüllte Tagetes und andere Neuzüchtungen

Es ist schon erstaunlich, welche Resultate Züchtungen manchmal hervorbringen. Zum Beispiel die neuartigen Tagessorten auf dem Foto. Den Pflanzenkundigen ist es tatsächlich gelungen, Blüten zu züchten, die doppelt so groß sind wie die Blüten einer normalen Tagetes. Waren es ursprünglich maximal 5 cm Durchmesser, so sind es jetzt sogar über 10 cm. Zudem haben die Blüten so viele Blätter, dass man die Pflanze schon fast mit einer Chrysantheme verwechseln könnte, nur dass jetzt die Blühzeit nicht stimmen würde. Auch das Laub ist ganz anders geformt. Geblieben ist der typische Geruch einer Tagetes, der für die Nase nicht unbedingt eine Wohltat sein muss, weshalb besonders ältere Leute zu diesen Blumen auch Stinkeblumen sagen. „Gefüllte Tagetes und andere Neuzüchtungen“ weiterlesen

Es krabbelt: Der Gemeine Rosenkäfer

rosenkäferObwohl er eindeutig eine grüne Farbe aufweist, wird dieser Käfer auch Gold-Rosenkäfer genannt, wahrscheinlich weil er glänzt wie ein Edelmetall. Schaut man genauer hin, schimmert er tatsächlich auch etwas golden, sein Unterteil besitzt ebenfalls diese Farbe. Die restliche Namensgebung trifft dann aber den Nagel auf den Punkt. Er ist tatsächlich vorwiegend an Rosen anzutreffen, vor allem an den wilden Heckenrosen. Bevor das beigefügte Foto aufgenommen wurde, labte er sich an der Pfingstrose, auf der er sitzt. Dabei steckte er seinen Kopf ganz tief hinein ins Zentrum der Blüte. Er ernährt sich vorwiegend von Pollen und Nektar und übernimmt damit noch zusätzlich die Aufgabe der Bestäubung. Stehen ihm keine Rosen zur Verfügung, nascht er auch gerne an Holunder- oder Weißdornblüten. Obstbäume kommen ihm ebenfalls gelegen. Ab und zu verköstigt er sich noch an süßem Obst. Allerdings so selten, dass er wirklich nicht als Schädling eingestuft werden darf.
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Bergenie

Sie wird auch Riesensteinbrech genannt, denn sie gehört tatsächlich zur Familie der Steinbrechgewächse, oder botanisch Saxigragyceae. Die Heimat ist die Mongolei bzw. Gegenden im und am Himalaja. Dort bevorzugt die Bergenie schattige Wälder und feuchte Wiesenauen. Aus diesem Grund will sie auch bei uns eher einen schattigen bis halbschattigen Standort. Ganztags pralle Sonne wäre ihr eher unangenehm, weshalb sie sich auch zur Bepflanzung unter einem Baum sehr gut eignet. Eine Rabatte, vielleicht direkt am Haus, auf die tagsüber längere Zeit Schatten fällt, wäre gleichfalls ideal. Die Bergenie ist somit eine der wenigen Frühjahrsblumen, die mit weniger Sonnenstrahlen Vorlieb nehmen. Mit ihrem Aussehen muss sie allerdings alles andere als ein Schattendasein fristen. Traubenartige Blütenstände, die bis zu 50 cm hoch werden, verleihen der Pflanze von April bis Mai eine liebreizende Ausstrahlung. Die Blüten erscheinen gewöhnlich in einem zarten bis kräftigen Rosa und sind bei allen Insekten sehr beliebt.

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Wenn der Flieder wieder blüht

Flieder beschenkt uns alljährlich am Muttertag mit seiner Blütenpracht. Ist allerdings der April bereits sehr warm, kann es sein, das das beliebte Gewächs zum Festtage aller Mütter bereits abgeblüht ist. Ein Fliederstrauch im eigenen Garten verschafft nicht nur einen phantastischen Augenschmaus, sondern auch ein wunderbares Erlebnis für jedes Riechorgan. Der ganz typische Fliederduft breitet sich weithin aus und hüllt eine komplette Gartenecke in dieses leicht süßliche Aroma. Wie herrlich ist es doch, sich in der Nähe eines Fliederstrauches niederzulassen, die Seele baumeln zu lassen und dabei den phantastischen Duft einzuatmen. Aromatherapie im eigenen Garten, ganz kostenlos und völlig frei von Nebenwirkungen.

In der Parfümindustrie ist dieses spezielle Dufterlebnis ebenso wenig wegzudenken, wie in Branchen, die mit Lufterfrischung ihren Umsatz machen. Auch in der Poesie trifft man immer wieder auf dieses Gewächs. Flieder und Frühling scheinen dabei stets eine vollkommene Einheit zu bilden. „Wenn der Flieder wieder blüht“ weiterlesen

Duft-Schöterich, eine Wohltat für Auge und Nase

Meterweit kann man ihn riechen, deshalb ist er auch bei den Insekten so beliebt. Der Duft-Schöterich hat für sie seine Speisekammer geöffnet. Ganz sicher werden die Bienen und Hummeln aber auch von dem leuchten Gelb wie magisch angezogen. Voll Eifer machen sie sich über den gedeckten Tisch her.

Die dunkelgrünen Polster, die über den kompletten Winter ihr Laub behalten, verwandeln sich im April in ein wunderbares Blütenmeer, das dazu noch ein herrliches Aroma ausströmt. Von einem hellen gelb bis hin zu kräftigem orange, je nach Sorte, reicht die Farbauswahl der Blüten. Obwohl der Goldlack mit dem Duft-Schöterich eng verwandt ist, bilden beide eine eigene Unterart. Der Schöterich nimmt, ganz im Gegensatz zu seinem Vetter, mit einem durchlässigen Boden vorlieb, besser mager als zu nährstoffreich. Ein kalkhaltiger Untergrund ist geradezu ideal. Sehr sonnig sollte der Standort sein, damit sich der Schöterich wohl fühlt. Aus diesem Grund ist er auch wunderbar für Steinbeete und Trockenmauern geeignet und punktet dort mit seiner intensiven Farbe. Steht er zu schattig oder zu feucht, breitet sich gerne Mehltau auf seinen Blättern aus. „Duft-Schöterich, eine Wohltat für Auge und Nase“ weiterlesen

Damit die Erdbeeren-Ernte gelingt

Die vielen Sonnenstrahlen der letzten Tage haben dafür gesorgt, dass die Erdbeerpflanzen schon in voller Blüte stehen. Wer bereits im letzten Jahr ab August für die leckere Vitaminversorgung aus dem eigenen Garten gesorgt hat, wird sich bald auf reiche Ernte freuen können. Erdbeerpflanzen werden normalerweise im Spätsommer in nährstoffreiche Erde gesetzt. Mit einer zusätzlichen Düngergabe vor den kalten Monaten sind sie sicher gut über den Winter gekommen. Wer noch immer das Erdreich um seine Pflanzen nicht aufgelockert hat, sollte das jetzt schnellstens nachholen, denn mit der diesjährigen Ernte geht es schon bald los. Bienen und Hummeln sind bereits eifrig dabei, die Blüten zu bestäuben. Letztendlich bieten blühende Erdbeerpflanzen auch etwas für das menschliche Auge, denn sie sind einfach hübsch anzusehen und die Vorfreude auf die leckeren Beeren steigt. „Damit die Erdbeeren-Ernte gelingt“ weiterlesen

Das Gartenjahr beginnt – Aussaat von Tomaten

Ende Januar / Anfang Februar kribbelt es jedes Jahr in den Fingern, zumindest bei den meisten Gartenliebhabern, und es handelt sich dabei um keine Krankheit. Denn dann ist die Zeit für den Startschuss ins neue Gartenjahr gekommen. Begonnen wird üblicherweise mit der Aussaat von Tomaten, es sei denn, es sollen auch Sommerblumen aus Saat heran wachsen. Für sie wäre es bereits aller höchste Eisenbahn. Geranien oder Verbenen zum Beispiel sollten bereits im Januar keimen, damit sie bis zum Mai kräftig genug sind.

ROMBERG Zimmergewächshaus mit lüftbarer Abdeckhaube

Zuerst stellen wir mal alle Utensilien zusammen. Das wäre natürlich hauptsächlich ein Minigewächshaus. Im Fachhandel gibt es diese Kleinstgewächshäuser in großer Auswahl und zu einem geringen Preis. Wem die Investition dann doch zu hoch ist, kann auch mal in seiner Wertstofftonne auf Suche gehen. Diverse Verpackungen aus Kunststoff können wunderbar zum Minitreibhaus umfunktioniert werden, siehe Foto. Der einzige Nachteil ist, dass hier oftmals Lüftungsschlitze fehlen. Deshalb muss durch teilweises Offenlassen gelegentlich für Luftaustausch gesorgt werden. Bei fertigen Minigewächshäusern stellt sich dieses Problem nicht. Hier sind optimale Lüftungsmöglichkeiten zum Hin- und Herschieben bereits vorhanden.

Tomatensaat

Was sich sehr bewährt hat sind Torftöpfchen. Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass die Pflanzen im Frühjahr mitsamt Behältnis ins Treibhaus bzw. ins Freibeet ausgesetzt werden können. Der weitere Wuchs erfolgt so wesentlich unkomplizierter und rascher. Die Wurzeln schieben sich problemlos durch die Torfwände und der eigentliche Topf vermodert mit der Zeit.

Fensterbank-Gewächshaus, groß, 3 Stück

Was wir jetzt noch brauchen ist geeignetes Substrat. Die Erde darf nicht gar so schwer sein. Nährstoffreiches Pflanzsubstrat mit Sand gemischt ist ideal. Es gibt aber auch schon fertige Aussaaterde zu kaufen. Diese sollte feucht und nicht zu nass sein. Damit die gefüllten Torftöpfen stabiler im Minigewächshaus stehen, kann man sie in passende Kunststoffbehältnisse aus Gebäckpackungen stellen. Runde Töpfe fallen nicht so leicht um, aber dabei wird halt recht viel Platz verschwendet. Oder aber man lässt die einzelnen Töpfe zunächst zusammen hängen. Ach ja, es gibt hier ja noch einen Spartipp: Eierkartons erfüllen den gleichen Zweck, sind halt von der Form her ein klein wenig anders.

Das eigentliche Säen geht dann recht flott von der Hand: Töpfe mit Erde füllen und pro Topf jeweils einen Samen mit einem Zahnstocher leicht in die Erde drücken. Oder man lässt zunächst etwas Platz, legt die Saat aus und krümelt dann noch so 1-2 mm Erde darüber, so dass sie nicht mehr zu sehen sind. Im Minitreibhaus platziert, wird mit dem Wassersprüher die Oberfläche gut genässt, Deckel drauf und ab an die Fensterbank.

Wer mag, kann mit Paprika gleich weiter machen. Hier kann man sogar zu Samen aus gekauften Paprikaschoten zurück greifen. In der Regel gehen auch diese sehr gut auf und tragen reichlich Früchte. Bei den Tomaten ist es anders. Da es sich meistens um Hybridpflanzen handelt, ist deren Samen leider unbrauchbar oder die aufgehenden Pflanzen haben nicht die Eigenschaften der Mutterpflanze. Also entweder darauf achten, dass es keine Hybriden sind oder aber stets gekauften Samen verwenden. Tomatensamen lässt sich übrigens gut und gerne 3 Jahre aufbewahren. Er ist dann immer noch gut keimfähig.

Nach getaner Arbeit bleibt dann nur noch die Vorfreude auf die aufgehenden Pflänzchen. Jeden Tag sollte man mal kurz kontrollieren, ob das Substrat noch feucht genug ist und bei Bedarf etwas nachspritzen. Aber bitte nicht zu feucht halten und auf gute Durchlüftung achten, damit die Erde nicht zu schimmeln anfängt. Dann auf gutes Gelingen!

Fruchtfolge im Gemüseanbau

Bereits unsere Vorfahren bemerkten beim Anbau ihrer Nutzpflanzen, dass der Ertrag deutlich nachließ, wenn eine bestimmte Art immer wieder an der gleichen Stelle angepflanzt wurde. Deshalb probierten sie einfach mal den Wechsel aus und stellten fest, dass die Ernte so wesentlich besser ausfiel. Aus den Erfahrungen unser Ahnen entwickelte sich die sogenannte „Dreifelderwirtschaft“, die auch heute noch übernommen werden kann, um damit optimale Ernten zu erzielen. Der Gefahr der Krankheitsübertragung bei gleichen Arten wird durch die Fruchtfolge wirkungsvoll vorgebeugt und jede Gemüseart bekommt automatisch den Boden, den sie braucht.

Für den Nutzgarten bedeutet das erstmal, dass das Gartenstück, das für Gemüse bestimmt ist, in vier Flächen eingeteilt wird. Warum jetzt plötzlich vier? Weil ein Stück für die Dauergemüse, wie Rhabarber, Spargel, Meerrettich sowie Erdbeeren vorgesehen ist. Wer auf diese Gartenfrüchte verzichtet, der plant eben nur drei Bereiche. Oder aber der Platz dafür ist entsprechend kleiner, wenn zum Beispiel nur ein paar Erdbeerpflanzen vorhanden sind. „Fruchtfolge im Gemüseanbau“ weiterlesen

Buchs vermehren

Wer möchte, kann jetzt schon für ausreichend Buchs-Nachwuchs sorgen. Voraussetzung ist, dass die Pflanzen, von denen die Triebspitzen genommen werden, gesund sind und dass beim Abschneiden kein Frost herrscht. Bis zum Frühjahr werden die Setzlinge bereits kleine Wurzeln gebildet haben. Da Buchs nur sehr langsam wächst, sind Pflanzen im Fachhandel entsprechend immer noch recht teuer. Deshalb lohnt sich die Nachzucht in Eigenregie durchaus, besonders wenn viele Pflanzen gebraucht werden, zum Beispiel zum Anlegen einer Hecke oder als natürliche Zaunabgrenzung.

Die Stecklinge sollten 8 – 10 cm lang sein. An der unteren Hälfte werden alle Blätter und Seitentriebe entfernt. Das Kappen der oberen Triebspitze dient dazu, dass erst mal alle Kraft zur Wurzelbildung genutzt wird und nicht für das Längenwachstum. Allerdings wurzeln die Stecklinge auch ohne diese Aktion, wahrscheinlich dauert das Wurzelwachstum dann etwas länger und die Pflanzen wachsen nicht allzu buschig. „Buchs vermehren“ weiterlesen