Wenn der Flieder wieder blüht

Veröffentlicht am 02.05.2018 in Gartenpflanzen

Flieder beschenkt uns alljährlich am Muttertag mit seiner Blütenpracht. Ist allerdings der April bereits sehr warm, kann es sein, das das beliebte Gewächs zum Festtage aller Mütter bereits abgeblüht ist. Ein Fliederstrauch im eigenen Garten verschafft nicht nur einen phantastischen Augenschmaus, sondern auch ein wunderbares Erlebnis für jedes Riechorgan. Der ganz typische Fliederduft breitet sich weithin aus und hüllt eine komplette Gartenecke in dieses leicht süßliche Aroma. Wie herrlich ist es doch, sich in der Nähe eines Fliederstrauches niederzulassen, die Seele baumeln zu lassen und dabei den phantastischen Duft einzuatmen. Aromatherapie im eigenen Garten, ganz kostenlos und völlig frei von Nebenwirkungen.

In der Parfümindustrie ist dieses spezielle Dufterlebnis ebenso wenig wegzudenken, wie in Branchen, die mit Lufterfrischung ihren Umsatz machen. Auch in der Poesie trifft man immer wieder auf dieses Gewächs. Flieder und Frühling scheinen dabei stets eine vollkommene Einheit zu bilden.

FliederZur Familie der Ölbaumgewächsen gehörend, umfasst der Flieder etwa 25 eigene Arten. Seinen Ursprung hat der Flieder in Asien und in Südosteuropa. Die häufigste Art, der Gemeine Flieder, wächst als Strauch oder als Halbstamm. Die Blüten sind traubenartig angeordnet und sitzen an den Zweigspitzen. Am bekanntesten wird der lilafarbige Flieder sein, oder treffender gesagt, der fliederfarbige. Ja, diese Pflanze gab einer Farbe ihren Namen. Allerdings ist Flieder auch in anderen Farbschattierungen erhältlich: in Weiß, in Rosa, in einem sehr dunklen Lila bis hin zu einem Violett, das schon fast ins Rötliche geht.

Ist dem Flieder ein sonniger Standort und eine humusreiche Erde gegönnt, bedankt er sich mit üppigem Wachstum. Bis zu 5 m Höhe kann er erreichen. Möglichst wenig nachgeschnitten, ist Flieder am blühfreudigsten. Wenn schon schneiden, dann lediglich die Blütenstände, die bereits welk geworden sind. Und wer meint, sein Flieder sei doch viel zu groß geworden, der schneidet bei dieser Gelegenheit eben entsprechend mehr ab. Aber bitte nicht wundern, wenn der Flieder das Jahr darauf keine oder nur ganz wenige Blüten ansetzt. Ein Fliederstrauch bildet zahlreiche Nebentriebe, die sogar schon Wurzeln besitzen. Zur Vermehrung kann einfach ein solcher Trieb ausgegraben und an einer anderen Stelle eingepflanzt werden.

 

 

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