Orchideen umpflanzen

Veröffentlicht am 16.09.2017 in Gartentipps

Wenn sich der Sommer dem Ende zuneigt, ist der ideale Zeitpunkt, Orchideen umzupflanzen. Jetzt sind die meisten Blüten bereits abgefallen. Die vorhandenen Blütenstängel sind also kahl oder wurden vielleicht sogar bereits braun. Nur wenn sie restlos dürr geworden sind, sollten sie abgeschnitten werden. Ist jedoch noch ein Teil grün, kann es sein, dass sich noch ein Seitentrieb bildet, der Blüten hervorbringt. Vielleicht sprießen ja auch bereits neue Triebe zwischen den Blättern hervor.

Da Orchideentöpfe durchsichtig sind, kann man leicht feststellen, ob es den Wurzeln tatsächlich zu eng geworden ist. Sollte es so sein, verschafft ein etwas größerer Topf den Wurzeln mehr Platz. Als Substrat sollte unbedingt Orchideenerde gewählt werden. Sie besteht zum größten Teil aus Rindenstückchen.

orchideen umpflanzenNachdem der Wurzelballen aus dem alten Topf geholt wurde, kann mit leichtem Schütteln noch das alte Substrat komplett entfernt werden. Wurzeln, die abgestorben aussehen, werden mit der Schere oder mit einem Messer abgeschnitten. Den neuen Orchideenbehälter füllt man am besten erst einmal 1 bis 2 cm mit Orchideenerde auf. Mit der einen Hand hält man dann die Pflanze in den Topf hinein und mit der anderen Hand wird nach und nach Substrat aufgefüllt. Die Orchideenerde sollte dabei gut verteilt werden, also auch zwischen den Wurzeln. Auf sie muss natürlich besonders geachtet werden, deshalb Vorsicht walten lassen, damit nichts abbricht. Luftwurzeln, die vorher schon oberhalb des Topfes gewachsen sind, wollen nicht in die Erde. Diese Freiheit sollte man ihnen belassen. Sie mit aller Gewalt in die Erde bringen zu wollen, bekäme ihnen nicht sonderlich gut. Zudem besteht die Gefahr, dass sie abbrechen. Das Substrat ist zwar dazu da, der Pflanze einen gewissen Halt zu verschaffen, allerdings sollte auf allzu heftiges Festdrücken verzichtet werden.

Die Orchideenstäbe, die die Blütenstängel stützen, pflanzt man am besten gleich mit ein. Werden sie erst später eingesteckt, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Wurzeln dabei nicht zu Schaden kommen.

Frisch umgepflanzt bekommen die Orchideen erst einmal ein Wasserbad. Es schadet nicht, wenn der Topf bis zu einer halben Stunde im Wasser bleibt, denn dann können sich sowohl die Wurzeln, als auch das neue Substrat ausreichend mit Feuchtigkeit vollsaugen. Gedüngt wird erst beim nächsten Wasserbad. Mit frischem Substrat und mehr Platz im Topf ist die beste Ausgangssituation geschaffen, dass die Orchidee bald wieder fleißig Blüten bildet.

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