Glücksklee zu Silvester

Veröffentlicht am 22.12.2017 in Gartenpflanzen

Glück kann man immer gebrauchen und ganz besonders, wenn ein neues Jahr in den Startlöchern steht. Was wird in den nächsten 12 Monaten alles eintreffen? Eine bange Frage, die sich jedes Jahr aufs Neue stellt. Ein paar Glückssymbole helfen ja vielleicht doch einer glücklichen Zeit auf die Sprünge. Zu den beliebtesten Geschenken an Silvester und Neujahr zählt der Glücksklee, egal ob aufgemalt, aus Wachs oder Kunststoff gegossen oder als Gewächs.

Die Pflanze, die wir als Glücksklee bezeichnen, heißt eigentlich Vierblättriger Sauerklee bzw. botanisch Oxalis tetraphylla. Was viele nicht wissen, Glücksklee wächst aus einer Zwiebel heran und bildet ein Laub, das aus den typischen vier Kleeblättern besteht. Der Klee, der auf den Wiesen und Feldern wächst, gehört zu den Schmetterlingsblütlern und besitzt jeweils nur drei Blätter an einem Laubstängel. Tatsächlich kann man auch bei uns mit viel Glück vierblättrige Kleeblätter finden. Damit sich die Suche lohnt, sollte man es beim Weiß-Klee versuchen. Bei ihm ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass er auch vierblättriges Laub ausbildet.

GlückskleeDer Glücksklee stammt ursprünglich aus Mexiko, ist aber auch auf Costa Rica anzutreffen. Bis zu drei Blütenstandschäfte können sich aus einer einzigen Zwiebel entwickeln. Die eher kleinen Blüten besitzen jeweils fünf Blätter und einen kräftigen Rosaton, der zur Mitte hin ins Gelbliche wechselt. Sie sitzen in einer Gemeinschaft aus 6 bis zu 12 Blüten an einer Dolde.

Der Klee zählt bei uns schon lange zu den Glückssymbolen, allerdings nur dann, wenn er mit 4 Blättern ausgestattet ist. Das rührt wahrscheinlich daher, dass er bei uns so selten ist. Klee war unseren Vorfahren tatsächlich eine Art Glücksbringer, denn er brachte ihnen einen großen Nutzen. Es war erst im 18. Jahrhundert, als der Rotklee schließlich auch bei uns angebaut wurde. Aus Persien stammend, kam er über Spanien und England schließlich auch nach Deutschland. Rotklee war ein hervorragendes Viehfutter und reicherte als Schmellerlingsblütler den Boden mit Stickstoff an. Unsere Ururgroßväter kannten diese Zusammenhänge noch nicht und schrieben die bodenverbessernden Eigenschaften des Klees seiner ganz besonderen Mystik zu. Klee bringt also tatsächlich Glück!

 

 

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