Die Vielfalt der Minze

Veröffentlicht am 29.06.2011 in Allgemein, Kräuter

Wer den Geschmack eines Spearmint-Kaugummis kennt, der weiß auch, wie die Grüne Minze schmeckt. Sie ist wohl auch die bekannteste Vertreterin, der zu den Lippenblütengewächsen gehörenden etwa 30 Minzenarten, die vorwiegend in den gemäßigten Zonen auf der Nordhalbkugel der Erde vorkommen. Die Ackerminze ist die wilde Form, die bevorzugt auf feuchten Wiesen und Auen wächst. Solch ein Standort ist bei nahezu allen Minzenarten äußerst beliebt. Zu trocken und dauernder Sonnenbestrahlung ausgesetzt, wird sich eine Minze nicht wohl fühlen. Lichter Schatten ist ihr da schon wesentlich angenehmer.

Minze

Wahrscheinlich wird es in jedem Kräutergarten zumindest ein Minzengewächs geben. Sehr beliebt ist natürlich auch die Pfefferminze. Sie hat von allen Minzen den höchsten Gehalt an Menthol. Allseits bekannt dürfte der Pfefferminztee sein, der als anerkanntes Naturheilmittel gilt. Eingesetzt wird er vor allem bei Magen- und Darmbeschwerden und bei Gallenkoliken. Als krautige Staude ist Pfefferminze absolut winterfest, stirbt im Spätherbst oberirdisch ganz und gar ab und treibt im Frühjahr wieder aus. An einem warmen Sommertag am späten Vormittag ist der ideale Zeitpunkt der Ernte. Die Blätter sollten nicht nass sein. Es darf also weder Tau noch Regenwasser auf ihnen haften. Luftig aber nicht in der prallen Sonne ist der ideale Platz zum Trocknen der Pfefferminze. Entweder man schnürt Sträuße und hängt sie auf oder die Stängel werden auf Zeitungs- oder Seidenpapier ausgelegt. Dabei sollten sie aber nicht übereinander liegen. Sobald die Blätter beim Reiben ganz leicht auseinanderbröseln ist die Pfefferminze so weit, dass aus ihr Tee gekocht werden kann. Die Aufbewahrung aller Teesorten muss unbedingt in einem Behältnis erfolgen, in das kein Licht durchdringen kann. In einem klaren Glas, zum Beispiel in einem typischen Marmeladenglas, leidet das Aroma mit der Zeit. Eine Dose mit Deckel ist das ideale Gefäß, um darin Tee aufzubewahren. Ein Aufgussgetränk aus dem eigenen Garten wird besonders gut munden. Zwar ist das Teeaufbrühen per Teebeutel etwas einfacher, aber wer ein spezielles Teesieb besitzt, kann das heiße Teewasser, in dem das lose Kraut schwimmt, gleichfalls sehr rasch filtern. Pfefferminztee hat sich im Sommer als prima Durstlöscher bewährt. Er schmeckt auch gekühlt wunderbar und wer möchte, kann ihn sogar mit Eiswürfeln schlürfen. Mit etwas eingerührtem Honig wird er zudem noch süßer.

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