Buchs vermehren

Veröffentlicht am 17.01.2018 in Gartentipps

Wer möchte, kann jetzt schon für ausreichend Buchs-Nachwuchs sorgen. Voraussetzung ist, dass die Pflanzen, von denen die Triebspitzen genommen werden, gesund sind und dass beim Abschneiden kein Frost herrscht. Bis zum Frühjahr werden die Setzlinge bereits kleine Wurzeln gebildet haben. Da Buchs nur sehr langsam wächst, sind Pflanzen im Fachhandel entsprechend immer noch recht teuer. Deshalb lohnt sich die Nachzucht in Eigenregie durchaus, besonders wenn viele Pflanzen gebraucht werden, zum Beispiel zum Anlegen einer Hecke oder als natürliche Zaunabgrenzung.

Die Stecklinge sollten 8 – 10 cm lang sein. An der unteren Hälfte werden alle Blätter und Seitentriebe entfernt. Das Kappen der oberen Triebspitze dient dazu, dass erst mal alle Kraft zur Wurzelbildung genutzt wird und nicht für das Längenwachstum. Allerdings wurzeln die Stecklinge auch ohne diese Aktion, wahrscheinlich dauert das Wurzelwachstum dann etwas länger und die Pflanzen wachsen nicht allzu buschig.

Jetzt im Winter werden die vorbereiteten Triebe in Töpfe mit einem lockeren Sand-Humus-Gemisch gesteckt und zwar so tief, dass sich der nun blanke Stiel komplett im Erdreich befindet. Die Töpfe dürfen natürlich nicht im Freien bleiben, da immer noch Minustemperaturen drohen. Deshalb eignet sich ein Standort im Haus am Fenster, denn viel Helligkeit sorgt dafür, dass die Wurzeln rasch wachsen. Allzu viel Wärme ist jedoch nicht unbedingt nötig, es kann also ruhig auch ein frostfreier Kellerraum sein. Genug Feuchtigkeit wird dagegen gewünscht, sowohl im Substrat als auch ab und zu in Form einer Dusche aus der Sprühflasche. Oder ist der Keller sowieso schon feucht genug? Allerdings sollte es mit dem Gießen auch nicht gnadenlos übertrieben werden.minibuchs

Innerhalb 2 – 3 Monaten haben sich aus den Setzlingen richtige Minipflänzchen gebildet, die ab Mai dann schon raus ins Freie dürfen. Als Beeteinfassung im Abstand von 15 – 20 cm sehen kleine Buchsbäumchen allerliebst aus. Später können sie ja dann immer noch an einen anderen Platz umgesiedelt werden.

Die Buchsvermehrung kann auch zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr erfolgen, allerdings nicht, wenn gerade die Hauptaustriebszeit der Mutterpflanze ist und sollte bis zum August abgeschlossen sein, damit die Jungpflanzen bis zum Wintereinbruch bereits kräftig genug sind. Ist kein Frost mehr zu befürchten, können Setzlinge auch gleich direkt ins Beet gesteckt werden, allerdings nicht in die pralle Sonne. Eine Anzucht in Töpfen an einem schattigen Plätzchen wird mit weitaus mehr Erfolg gekrönt sein. Damit genug Feuchtigkeit für die Pflanzen zur Verfügung steht, empfiehlt sich in den Sommermonaten ein Foliendach.

Die auf dem Foto abgebildeten kleinen Buchsbäumchen habe ich letztes Jahr um diese Zeit zum Wurzeln in Töpfe gesetzt.

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