Basilikum

Veröffentlicht am 16.09.2010 in Allgemein, Kräuter

Italienische Küche ohne Basilikum ist einfach nicht vorstellbar. Pizzen, Speisen mit Mozzarella oder Tomaten, Nudelgerichte, Salate sowie Fleisch und Fisch können mit dem aromatischen Basilikum geschmacklich verfeinert werden. Der Einsatz ist schier unbegrenzt. Verwendet wird zumeist das frische Kraut, denn getrocknet verliert es an Aroma und gefrostet ist es eigentlich unbrauchbar. Sets frisches Basilikum im Haus bzw. im Garten zu haben wäre natürlich toll.

Basilikum, das zur Familie der Lippenblütler gehört, ist eine krautige Pflanze, die durchaus etwas Pflege bedarf. Wer sich das Aussähen im Frühjahr sparen will, kann sich im Gartencenter oder sogar im Supermarkt eine Pflanze holen. Meist sitzt der gekaufte Basilikum aber in einem gar zu kleinen Plastiktopf. Es empfiehlt sich deshalb, dem Kraut ausreichend Platz in einem Tongefäß, in dem die Erde besser durchlüften kann, zu gönnen. Das Pflanzensubstrat sollte möglichst locker sein, also am besten etwas Sand einmischen. Vorteilhaft ist zudem ein Gefäß mit Ablaufloch, damit überschüssiges Wasser gut abläuft. Basilikum mag es sowieso am liebsten, wenn es von unten gegossen wird. Da sind wir auch schon beim zentralen Thema. Denn mit dem Gießen werden wahrscheinlich die meisten Fehler gemacht, die dazu führen, dass sich das Kraut gar zu schnell wieder verabschiedet. Basilikum will zwar feucht gehalten werden, aber zu viel des Guten bekommt ihm auch nicht. Der Standort spielt auch noch eine entscheidende Rolle. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, mag die Gewürzpflanze zwar die Wärme, aber die pralle Sonne an einem Südfenster wird auch nicht gewünscht. Ein Nordfenster wäre schon wieder zu dunkel. Am günstigsten ist die Ausrichtung nach Osten oder Westen. Ein vor Zugwind geschützter Platz auf der Terrasse oder auf dem Balkon ist der Fensterbank natürlich vorzuziehen, zumindest solange es draußen richtig warm ist. Bei guter Pflege wird uns die Pflanze bis in den November hinein mit frischem Grün versorgen. Wer es sich zutraut, kann schon vorher Stecklinge abschneiden und im Minigewächshaus mit feuchter Erde Wurzeln ziehen lassen. Die jungen Pflanzen lassen sich oftmals besser durch den Winter bringen.

Basilikum

Im Freiland ausgepflanzt, sollte auf die gleichen bereits genannten Bedingungen geachtet werden. Hier kommen jedoch noch die Schnecken dazu. Zahlreiche Basilikum-Pflanzen fallen ihnen jedes Jahr wieder zum Opfer. Geradezu überfallartig machen sie sich über eine frisch ausgesetzte Pflanze her. Die Kultivierung im Topf ist gerade deshalb dem Freiland vorzuziehen. Besonders draußen wird Basilikum von Juni bis September weiße Blüten hervor bringen, die an einer Ähre wachsen. Manchmal wird empfohlen, die Blüten rechtzeitig abzuschneiden, weil sie viel vom Aroma der Pflanze wegnehmen.

Basilikum wächst in seiner Heimat mehrjährig. Bei uns geht es über den Winter ein, wenn es im Freien steht, weil Temperaturen unter 10° C nicht gut vertragen werden. Eine Überwinterung im Haus bedarf viel Fingerspitzengefühl. Aber mit etwas Übung und Geduld sollte es gelingen. Wenn nicht, steht mal wieder ein Besuch des Gartencenters an!

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