Weihnachtskaktus

Veröffentlicht am 11.12.2012 in Allgemein, Zimmerpflanzen

Zum Glanz der weihnachtlichen Dekorationen gesellt sich alljährlich der Weihnachtskaktus mit seiner üppigen Blütenpracht. Die zur Familie der Kakteengewächse zählende Pflanzengattung mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Schlumbergera ist im atlantischen Regenwald, der sogenannten Mata Atlantica, in Brasilien beheimatet. Den botanischen Namen erhielten die Gewächse zu Ehren von Frederic Schlumberger, einem berühmten Kakteenzüchter aus Frankreich, der von 1823 bis 1893 lebte. Der deutsche Begriff verweist auf die Blütezeit. Weihnachtskakteen wachsen in ihren Ursprungsgebieten als Aufsitzerpflanzen. Das garantiert ihnen in den tropischen Wäldern etwas mehr Helligkeit. Als Platz suchen sie sich Astgabeln aus, auf denen sich Humus angesammelt hat. Selten wird ein Weihnachtskaktus höher als 20 cm. Seine aus mehreren Gliedern bestehenden Triebe lässt er in einem Bogen herabhängen. Die bei uns verbreiteten Weihnachtskakteen sind meist Hybriden.

Weihnachtskaktus-Blüten

Die Farbe der Blüten, die jeweils an einem obersten Blattglied sitzen, kann von Weiß über Rosa bis zu einem kräftigen Rot variieren. Auch die Form ist unterschiedlich. Eine Weihnachtskaktus-Blüte besitzt schuppenförmig angeordnete Blütenblätter mit einen Gesamtdurchmesser von 2 bis 3 cm. Die Länge einer einzelnen Blüte, die einige Tage hält, kann bis zu 7 cm betragen. Aufgrund der reichen Knospenbildung dauert die Blütezeit normalerweise vom November bis zum Januar an. Manchmal blüht ein Weihnachtskaktus auch zweimal im Jahr.

Weihnachtskaktus

Der Weihnachtskaktus und seine Pflege

Die Kultivierung des Weihnachtskaktus glückt in der Regel auch Menschen, die nicht viel Erfahrung im Umgang mit Zimmerpflanzen besitzen. Die Pflanzengattung Schlumergera mit ihrer Robustheit benötigt nicht viel Pflege. Ein heller Fensterplatz eignet sich sehr gut. Allerdings sollte das Fenster zumindest im Sommer nicht nach Süden ausgerichtet sein. Die Wintersonne wird dagegen sehr gut vertragen. In den heißen Monaten empfiehlt sich deshalb ein Ost- oder Westfenster mit Morgen- oder Abendsonne. An einem Südfenster sollte besser ein Abstand von mindestens einem halben Meter hinter der Scheiben gewährleistet sein. Im Sommer kann der Weihnachtskaktus auch an einem geschützten, nicht allzu sonnigen Platz im Freien stehen. Damit er rechtzeitig zu Weihnachten blüht, braucht er ab Ende August bzw. Anfang September eine Ruhephase. Er sollte dann an einem Ort mit 17° C oder noch etwas kühler stehen, nicht mehr gedüngt werden und möglichst trocken bleiben. Erst wenn sich die ersten Knospen zeigen, sollten die Wassergaben erhöht werden. Die Pflanze kann dann auch wieder etwa wärmer stehen.

Weihnachtskaktus gießen und düngen

Wie alle anderen Kakteen und Sukkulenten kann auch der Weihnachtskaktus in seinen Blättern Wasser speichern. Die teilweise kräftig gezahnten Blattglieder fühlen sich deshalb fleischig an. Die Pflanzen sind für Trockenzeiten ausgezeichnet gewappnet, denn sie zehren lange von ihrem Vorrat, wenn Wassergaben ausbleiben. Das ist auch der Grund, warum es extremer Vernachlässigung bedarf, bis ein Weihnachtskaktus eingeht. Gegossen wird am besten immer erst dann, wenn das Substrat nahezu ausgetrocknet ist, dann aber etwas reichlicher. Mehr als ein einmaliges Düngen mit einem flüssigen Kakteendünger alle vier Wochen in den Monaten April bis August ist nicht nötig.

Die ideale Pflanzenerde für Weihnachtskakteen

Als geeignetes Substrat empfiehlt sich Kakteenerde aus dem Handel. Wer selber mischen möchte, sollte Blumenerde und Quarzsand nehmen. Weil sich ein gewisser Lehmanteil positiv auswirkt, kann auch noch etwa lehmhaltige Gartenerde dazugemischt werden. Ein hoher Kalkanteil wird von Weihnachtskakteen nicht gewünscht, deshalb sollte kein Vogelsand zum Einsatz kommen. Zur Stecklingsvermehrung wird ein Trieb mit mehreren Blättern von der Pflanze abgeknipst und in einen Topf mit feuchtem Kakteensubstrat gesteckt. Innerhalb kürzester Zeit bilden sich Wurzeln und neue Triebe.

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