Christusdorn (Euphorbia milii)

Veröffentlicht am 27.12.2010 in Allgemein, Zimmerpflanzen

Man mag es kaum glauben, aber der Christusdorn ist ein enger Verwandter des Weihnachtssterns. Er ist gehört gleichfalls zu den Wolfsmilchgewächsen mit dem typischen weißen, giftigen Milchsaft, der austritt, wenn ein Stängel oder ein Blatt verletzt wird. Was der Christusdorn und der Weihnachtsstern ebenfalls gemeinsam haben, sind die farbigen Hochblätter. Diese sehen beim Christusdorn noch mehr aus wie Blütenblätter, sind aber definitiv keine. Die richtigen Blüten sind extrem winzig und befinden sich in der Mitte der beiden Hochblätter, die rot, rosa und sogar weiß oder gelb sein können. Eine Übereinstimmung gibt es noch. Beide Gewächse sind Kurztagespflanzen, die zur Blütenbildung eine Zeit lang weniger als 12 Stunden Helligkeit am Tag wollen. Deshalb setzt der Christusdorn insbesondere in den Wintermonaten neue Blüten an. Zu der Zeit also, in der es sowieso nur sehr wenig Blühendes gibt, an dem wir uns erfreuen können.

Christusdorn (Euphorbia milii)

Irrtümlicherweise wird oft vermutet, dass der Christusdorn zu den Kakteen zählt. Kein Wunder bei den kräftigen, sehr spitzen Stacheln, an denen man sich leicht verletzen kann. Zum Umtopfen empfiehlt sich deshalb unbedingt das Tragen von Arbeitshandschuhen. Zum Glück ist das Umsetzen in ein neues Pflanzgefäß nur alle 2 bis 3 Jahre nötig. Kakteenerde wäre die beste Wahl, wobei auch normale Einheitserde gut vertragen wird. Ein viel wichtigerer Aspekt ist das Gießen, das nicht gar so reichlich erfolgen sollte. Lieber etwas trockener, als zu nass, lautet die Devise. Wobei Flüssigdüngerzugaben alle 2 bis 3 Wochen zum Gedeihen der Pflanze erheblich beitragen. Wird ein Christusdorn zu feucht gehalten, faulen die Wurzeln ab und die Pflanze geht zwangsläufig ein. Da er aus einer warmen Gegend stammt, gefällt es ihm, wenn der einen Fensterplatz über der Heizung bekommt. Trockene Zimmerluft macht ihm nichts aus, ebenso wenig ein nach Süden ausgerichtetes Fenster. Allerdings mag der Christusdorn absolut keinen raschen Temperaturwechsel. Einen spontanen Umzug von einem warmen Standort in ein kälteres Zimmer, oder umgekehrt, wird er übel nehmen und schlimmstenfalls mit einem kompletten Abwurf seiner Blätter reagieren. Sein Laub ist ovalförmig mit kleiner Spitze am oberen Ende. Die Blätter sitzen direkt am Stängel, jeweils zwischen den Stacheln, haben eine lederartige Oberfläche und sind je nach Art länger oder etwas kürzer.

Ein Christusdorn ist sicherlich nicht Jedermanns Sache. Und doch hat er spezielle Liebhaber gefunden, die sich jahrelang an ihren stacheligen Gewächsen erfreuen. Als Zimmerpflanze kann er im Laufe der Zeit durchaus eine Höhe von bis zu 90 cm erreichen.

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