Tulpen

Veröffentlicht am 15.04.2011 in Allgemein, Gartenpflanzen

Tulpen haben etwas Majestätisches an sich. Kerzengerade recken sie ihren Kopf in die Höhe, man kann fast schon von Stolz sprechen. An und für sich sind Tulpen recht einfach aufgebaut und wirken trotzdem so grazil. Nicht umsonst sind sie für sehr viele Menschen die Lieblingsblumen. Es ist jedes Jahr wieder aufs Neue unfassbar, wie sich aus einer verhältnismäßig kleinen Zwiebel eine solche prächtige Pflanze entwickeln kann.

Denkt man an Tulpen, kommt gedanklich sofort die Verbindung mit Holland. „Tulpen aus Amsterdam“, war irgendwann mal ein berühmter Schlager. Tatsächlich ist noch immer die Niederlande der größte Tulpenproduzent der Welt. Auf riesigen Anbaufeldern wachsen Tausende, die in alle Welt exportiert werden.

Tulpen gehören zu den Liliengewächsen. Aus einer Zwiebel wächst zumeist nur ein Stängel, an dem sich die Blüte entwickelt mit je nach Art zwischen zwei bis zehn grundständigen Laubblättern. Die Blüte besteht aus zwei Kreisen mit Blütenblättern. Diese bilden gemeinsam, die für Tulpen so typische Blütenform. Die Blüte steht aufrecht und verjüngt sich etwas nach oben. Nur bei sonnigem Wetter, wenn die Tulpe Bienen anlocken möchte, gehen die Blütenblätter weit auf, um sich am Abend wieder zu schließen.

Tulpen

Mittlerweile gibt es sehr viele Züchtungen in allen nur erdenklichen Farben. Papageien-Tulpen besitzen ausgefranste Blütenblätter und wirken dadurch sehr exotisch. Eine sehr kleine Art, die nur zwischen 10 bis 40 cm hoch wird, ist die Seerosen-Tulpe. Die Orphanides-Tulpe erreicht gerade mal 30 cm und hat nach oben hin sehr spitz zulaufende Blütenblätter, während bei den bekannteren Sorten diese Blätter mehr oval abschließen. Bis zu 70 cm hoch können Tulpen werden, die allerdings bei dieser Höhe auch sehr leicht abknicken. Ein herum tobender Hund kann in seinem Übermut leicht zum Tulpenmörder mutieren.

Die meisten Tulpen riechen sehr stark, aber durchaus angenehm. Züchtungen haben oft den Nachteil, dass sie nach etwa drei Jahren anfangen zu schwächeln. Sie verschwinden dann leider sang- und klanglos. Robuste unifarbene Tulpen, Marke „Tulpe, wie sie früher war“, sind dagegen ganz anders. Sie sind treue Gesellen, erscheinen jedes Jahr aufs Neue und bilden dabei auch Tochterzwiebeln aus. Diese Tulpen werden mit der Zeit immer mehr und aus ursprünglich separaten roten und gelben Tulpen entspringen dann auch Farbvermischungen.

Tulpen gedeihen auch in Blumentöpfen oder Pflanzkästen gut. Allerdings braucht jede Tulpe zum Blühen die Kaltphase im Winter. Deshalb niemals Töpfe mit Tulpenzwiebeln über die kalten Monate im Keller stehen lassen. Sie entwickeln dann keine Blütenknospen. In einem schmalen Topf im Freien kann es den Tulpen im Winter aber auch zu kalt sein. Deshalb besser Töpfe zum Überwintern ins Erdreich eingraben, dann sind sie geschützter.

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