Gartenbrunnen

Unter einer Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten stellen Brunnen für den Gartenbereich eine reizvolle und, wenn gewünscht, auch eine äußerst praktische Variante dar. Förderliche Effekte sind bei Wasserelementen immer gegeben, sei es einzig allein als Hingucker mit visueller Anziehungskraft. Doch Gartenbrunnen, Quellsteine, Mini-Teiche, Wasserfälle, Bachläufe und Springbrunnen können noch viel mehr. Das nasse Element bildet die Grundlage allen Lebens und übte deshalb schon jeher eine besondere Faszination auf uns Menschen aus. Wer seinen Garten als Oase der Ruhe betrachtet, findet an stillen Wasserflächen den nötigen Abstand von Alltag und Stress. Andererseits kann Wasser eine überaus belebende Wirkung haben, wie etwa in der Form von hochsteigenden Wasserfontänen, sprudelnden Wasserspielen, herabrieselnden Wasserwänden oder mit mehreren Stufen angelegten Kaskaden.

Argumente, die für einen Gartenbrunnen sprechen

Nachfolgend die Auflistung aller Vorzüge, die Gartenbrunnen und andere Wasserelemente für den Außenbereich bereithalten. Manche der genannten Aspekte treffen allerdings nur für gewisse Arten von Gartenbrunnen zu:

  • Blickfang im Garten, eventuell zentral platziert als Mittelpunkt, der von allen Richtungen aus in Augenschein genommen werden kann.
  • Element zur Erzeugung eines besonderen Ambientes. Mit Hilfe von ausgesuchten Materialien und Formen lässt sich eine nostalgische Bauerngarten-Idylle, mediterranes Flair, eine romantische Rückzugecke, fernöstliche Feng-Shui-Harmonie oder die schlichte Eleganz eines Designergartens in den persönlichen Grünbereich integrieren.
  • Areal für Wasser- und Schwimmpflanzen
  • Lebensraum für Fische, Amphibien, Libellenlarven und mehr
  • Ort der Ruhe und Beschaulichkeit (stilles Gewässer)
  • Sanftes Plätschern dient der Entspannung (z. B. Bachlauf, Quellstein und andere Wasserspiele)
  • Willkommene Kühlung an heißen Sommertagen. Bei Wasser geht der Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Zustand mit Verdunstungskälte einher.
  • Tränke und Bademöglichkeit für Vögel
  • Wasserstelle für Insekten. Diverse Insekten, wie Wildbienen, Hummeln und Wespen, benötigen nicht nur Trinkwasser, sondern auch Wasser für den Nestbau.
  • Wandbrunnen verzieren die Wasserzapfstelle im Außenbereich mit einem dekorativen Rahmen.
  • Wird der Brunnen per Pumpe mit Grundwasser gespeist, kann er zur Gartenbewässerung herangezogen werden.
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Der klassische Springbrunnen

Springbrunnen haben eine sehr alte und lange Tradition, welche bis in die heutige Zeit erhalten geblieben ist. Gerade für die Ausgestaltung von Gärten spezieller Stilrichtungen sind Springbrunnen ein beeindruckendes und passendes Accessoire. Die Funktion eines Springbrunnens wird durch technisches Beiwerk realisiert, das sich im Inneren des Brunnenkörpers verbirgt. Dazu gehören zum Beispiel spezielle leistungsstarke Pumpen, welche das Wasser immer wieder in die Höhe bewegen. Sie arbeiten vorwiegend nach dem Umwälzprinzip. Das Wasser der Fontäne wird in einem Becken aufgefangen und immer wieder nach oben befördert. Viele Gartenbrunnen sind so konzipiert, dass sie ohne Wasseranschluss arbeiten können. Für das Betreiben von Gartenbrunnen werden komplette technische Systeme eingesetzt, welche mit korrosionsgeschützten, regelbaren und insbesondere geräuscharm arbeitenden Pumpen, unterschiedlich großen Wasserbehältern und Schläuchen ausgestattet sind. Somit entfällt die direkte Installation an einen Wasserhahn. Der Betrieb erfolgt entweder mit Netz- oder mit Solarstrom. Mit Solarzellen ausgestattet, wird der Gartenbrunnen durch das auftreffende Sonnenlicht funktionstüchtig.

Geeignete Materialien für den Gartenbrunnen

Die Wirkung von Gartenbrunnen bestimmen nicht nur deren Formen, sondern auch die dafür verwendeten Materialien. Neben nicht natürlich entstandenen Stoffen, wie Keramik, Kunststoff und Beton, dienen vor allem Granit, Basalt und der beliebte Sandstein zur Herstellung von wetterfesten, langlebigen und soliden Gartenbrunnen. Daneben gehören in kleineren Mengen auch Edelsteine dazu, wie zum Beispiel der Bergkristall. Die Verwendung von Granit findet insbesondere in der Fertigung von Kugelbrunnen ihren Ausdruck. Dabei werden die Kugel und das komplette Kugelsegment aus Granit gestaltet. Besonders beliebt sind bodennahe Quellsteine, die sich fast in jeden Garten elegant einfügen. Prächtige Marmorbrunnen oder Skulpturen aus Marmor als Bestandteil eines Wasserobjektes erfüllen auch höchste Ansprüche. Eine weitere, etwas ausgefallene Version stellt eine Wasserwand dar, die sowohl aus Stein als auch aus Metall, Kunststoff oder Glas bestehen kann. Das Wasser rieselt direkt an der vertikalen Oberfläche herab und sammelt sich in einem Reservoir, aus dem es immer wieder nach oben gepumpt wird.
Aufgrund der vielfältigen Bearbeitungs- und Gestaltungsmöglichkeiten, werden einige Details für Gartenbrunnen aus gebürstetem V2A-Edelstahl gefertigt. Daneben findet Edelstahl auch gern in Kombination, beispielsweise mit Granit oder Sandstein, Verwendung. Die Zusammenstellung der Materialien liegt ganz in der Kreativität des Herstellers. Je nach Bauart, kommt ein Gartenbrunnen aus Holz rustikal oder kunstvoll mit Schnitzereien umsäumt daher. Einem Ziehbrunnen nachgeahmt, verfügt das Objekt für gewöhnlich über ein Dach, einen Galgen oder Querbalken, damit mittels Seil oder Kette ein Schöpfeimer angebracht werden kann. Dieses Gefäß lässt sich für Dekorationszwecke wunderbar mit Blumen bepflanzen.

Hier eine Übersicht der gebräuchlichen Materialien für Gartenbrunnen und Wasserspiele und eine Auswahl an machbaren Ausführungen:

Naturstein

  • Nach historischem Vorbild mauerartig mit einzelnen Steinen errichtet
  • Tröge aus gehauenem Stein, wie Granit- und Sandsteintröge
  • Quell- bzw. Sprudelsteine in Kugel- oder Quaderform, alternativ mit Figuren oder abstrakten Gebilden bestückt
  • Wasserwände aus Natursteinen oder mit Steinen befüllte Gabionen

Metall

  • Kupfer als Ausgangsmaterial für Gartenbrunnen lässt sich vielseitig verwenden und bleibt zeitlos apart. Im Laufe der Zeit bildet sich Patina, eine Oberfläche, die aufgrund von korrosiven Einflüssen entsteht. Die grünlich schimmernde Schicht verleiht dem Zierbrunnen im Garten einen antiken Charakter.
  • Schweres Gusseisen bietet sich vor allem als Werkstoff für Standbrunnen (ggf. mit Zapfhahn) und altertümlich aussehende Waschbecken bzw. Wandbrunnen an.
  • Edelstahl verkörpert edles Design in klaren Linien. Das rostfreie und pflegeleichte Material wird in erster Linie bei räumlich geometrischen Figuren bevorzugt. Eine aus Edelstahl gefertigte Wasserwand entfaltet eine exquisite und moderne Ausstrahlungskraft.
  • Außer den bereits genannten Metallen, kommen für Gartenbrunnen oder einzelnen Teile davon auch Bronze, Zink und Messing infrage.

Tonware und Keramik

Für außergewöhnliche Ideen bietet Keramik die ideale Grundlage, weil Formen und Farben gleichermaßen in die Darstellung einbezogen werden können, wie etwa für Wand- und Standbrunnen oder in kleinerer Ausführung als Vogeltränke. Unglasiertes Terrakotta in warm-rötlichem Farbton präsentiert den Mittelmeer-Look. Beliebte Gestaltungselemente dieser Stilrichtung: Amphoren, Statuen sowie Stelen und Säulen.

Holz

  • Ausgehöhlter Baumstamm mit Brunnenschwengel.
  • Halbierte Weinfässer (etwaig in verschiedenen Größen und kaskadenartig angeordnet, damit das Wasser die einzelnen Ebenen herunterplätschert).
  • Holzbrunnen mit 6-eckigem oder 8-eckigem Unterteil und zugehöriger Dachkonstruktion. Damit das Holz lange seine natürliche Schönheit behält, empfehlen sich Ausführungen in Hartholz oder die Behandlung von Kiefern- oder Tannenholz mit Wetterschutzlasur. Bitumenschindeln für das Dach halten den Regen ab.

Beton

Gesteinskörnung (Sand oder feiner Kies) in Verbindung mit Zement ergibt einen vortrefflichen Grundstoff für Gestaltungsideen mit Wasser. Betonbrunnen sind äußerst widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüsse und lassen sich individuell arrangieren. Das mannigfaltig einsetzbare Baumaterial muss nicht zwangsweise grau bleiben. Mit Grundierung und Betonfarbe versehen, entstehen schmucke Objekte in jedem beliebigen Farbton.

Kunststein

Viele im Handel erhältliche Gartenbrunnen und Wasserspiele sind aus Kunststein gefertigt. Meist handelt es sich um Polyresin. Das harzgebundene Material zeichnet sich aufgrund seiner hohen Bruch-, Frost- und Witterungsbeständigkeit aus. Künstlich hergestellte Steine sehen Natursteinen oftmals täuschend ähnlich, sind billiger und wiegen weniger.

Gartenbrunnen mit Beleuchtung

Von Licht geht nicht nur Helligkeit, sondern auch eine enorme Faszination aus. Tagsüber übernimmt die natürliche Lichtquelle Sonne die Beleuchtung. Doch nach Untergang unseres Zentralgestirns bleiben imposante Objekte im Dunkeln verborgen. Anders, wenn Strahler mit künstlichem Licht Elemente mit Wasser gekonnt in Szene setzen. Durch den Einsatz energiesparender Beleuchtungsmittel können Gartenbrunnen sowohl durch eine integrierte Innenbeleuchtung oder durch Scheinwerfer erhellt werden.

Vorteilhaft gestalten sich die Einsatzmöglichkeiten von Halogenstrahlern oder LED-Leuchten, die je nach Lampentyp sogar für den Einsatz unter Wasser geeignet sind. Die Schutzart IP (International Protection) gibt Auskunft über die Umwelteinflüsse, denen ein elektrisches Bauteil ohne Sicherheitsrisiko ausgesetzt werden kann. Unterwasserleuchten müssen über die Kennziffer IP 68 verfügen. Prinzipiell sind alle Gartenleuchten durch Nässe gefährdet, deshalb dürfen im Freien nur für den Außenbereich taugliche Lampen installiert werden, und zwar je nach Standort unterteilt in geschützt gegen Spritz-, Strahl- oder starkes Strahlwasser.

Wer möchte, kann bezüglich der Gartenbrunnen-Beleuchtung nach Lust und Laune mit Farben spielen. Eindrucksvolle Lichteffekte beschert ein Farbwechselstrahler, mit dem das Wasserelement abwechselnd in unterschiedlichen Farbtönen erstrahlt. LEDs der neuen Lichtgeneration benötigen weitaus weniger Energie als herkömmliche Leuchtmittel. Sind Gartenlampen mit einem Solarmodul bestückt, fallen gar keine Stromkosten an.

Gartenbrunnen kaufen oder selber bauen?

Wasserobjekte für den Garten müssen primär dem Besitzer gefallen. Der Fachhandel hält ein abwechslungsreiches Spektrum an Modellen und Materialien bereit. Sehr schwere Gartenbrunnen werden zunächst in Einzelteilen gestaltet. Dazu gehören insbesondere Gartenbrunnen aus Natursteinen. Die einzelnen Komponenten werden erst an Ort und Stelle zusammengefügt und ergeben nach dem Einbau der technischen Elemente den Gartenbrunnen. Oftmals werden Bausätze mit detaillierter Aufbauanleitung angeboten. Selbst handwerklich weniger Geübte kommen damit zurecht. Kreative Menschen mit eigenen Ideen wollen vermutlich ihren Gartenbrunnen selber bauen. Dem Erfindungsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt. Für die Gestaltung von Gartenbrunnen können zusätzlich, je nach Geschmack, noch stimmige Dekorationsstücke eingesetzt werden.

Brunnen und Wasserspiele winterfest machen

Fällt die Umgebungstemperatur auf 0°C und darunter, wechselt Wasser von flüssig in fest. Es bilden sich Eiskristalle, die ein 10% größeres Volumen einnehmen als Wasser. Diese Ausdehnung geht mit Druck einher, so dass Rohre platzen und Becken Risse bekommen. Um nicht winterfeste Gartenobjekte vor Frost zu schützen, ist rechtzeitiges Entfernen des Wassers unerlässlich. Poröse Materialien gehören ins Trockene, denn sie saugen Regenwasser in sich auf, das sich bei Frost ausdehnt und Töpfe, Kübel und Becken zum Bersten bringt. Pumpen dürfen wegen Einfriergefahr ebenfalls nicht im Wasser stehen. Das Gleiche gilt für alle Zuleitungen. Außenanschlüsse müssen vor dem Winter entleert und abgesperrt werden. Mit dem Prädikat „frostfest“ ausgezeichnete Objekte können im Freien bleiben. Das Wasser sollte aber trotzdem herausgenommen werden.

Wasserspeisung des Brunnens

Auch wenn so manchem Gartenbesitzer ein wasserloser Zierbrunnen als schmückendes Beiwerk genügt, zu einem richtigen Brunnen gehört das erfrischende Nass. Eine fortwährende Verbindung zum hauseigenen Leitungswassersystem ist nicht unbedingt nötig. Da insbesondere bei heißem Wetter Wasser verdunstet, muss der Wasserstand regelmäßig überprüft und bei Bedarf Wasser nachgeschüttet werden. Zur Algenbekämpfung gibt es spezielle Präparate. Ansonsten lässt sich gelegentliches Säubern des Wasserbeckens mitsamt allen dazugehörigen Bestandteilen und das komplette Austauschen des Wassers nicht umgehen.

Brunnen mit Schacht zum Grundwasser

Im Idealfall wird der Gartenbrunnen mit Wasser aus der Tiefe gespeist. In Zeiten, in denen die Leitungswasserkosten stetig steigen, birgt ein „echter Brunnen“ ein enormes Einsparpotenzial, zumal Rasen, Kübelgewächse sowie Zier- und Nutzpflanzen nahezu das ganze Jahr über gebührenfrei mit Wasser versorgt werden können. Vor der Bohrung wird jedoch die Erlaubnis der Gemeinde benötigt. Beim Besuch der kommunalen Verwaltung kann gleich nachgefragt werden, ob Vorgaben beachtet werden müssen und in welcher Tiefe am jeweiligen Standort mit Grundwasser zu rechnen ist. Wer den Schacht selbst freilegen möchte, findet sicherlich ein Unternehmen, das eine automatisierte Bohrspindel ausleiht. Für manuelles Bohren bedarf es jede Menge Muskelkraft. Doch der Aufwand des Brunnenbohrens lohnt sich. Mittels handbetriebener Schwengelpumpe oder motorbetriebener Gartenpumpe gelangt das Wasser in speziellen Brunnenrohren an die Erdoberfläche. Neben dem nützlichen Effekt, lässt sich ein solcher Gartenbrunnen natürlich ebenfalls attraktiv gestalten.