Stützen für große Gewächse

Veröffentlicht am 19.08.2013 in Allgemein, Gartentipps

Nicht alle Pflanzen verfügen über dicke Stämme und kräftige Wurzeln, die für eine ausreichende Stabilität sorgen. Bäume kommen in der Regel ohne Stütze aus, es sei denn, es handelt sich um ein junges Gewächs, das sich erst noch fest in den Untergrund verankern muss. Viele Pflanzen im Nutz- und Ziergarten benötigen jedoch eine Hilfe, damit sie nicht umknicken. Durch eine heftige Windböe oder einen starken Gewitterregen brechen lange Pflanzenstiele leicht ab. Der entstandene Schaden ist in der Regel irreparabel. Stützen werden am besten schon angebracht, wenn die Pflanzen noch verhältnismäßig klein sind. Beim Gemüse empfiehlt sich der Aufbau von Spiralen oder Rankgerüsten noch vor dem Aussäen oder Aussetzen, damit die Gewächse und ihre Wurzeln später nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Verwendete Bänder oder Drahtstücke sollten die Stiele nicht zu fest umschließen, damit nichts einschnürt. Ideal sind Klammern (siehe Foto 1), die sich leicht öffnen und schließen lassen und sowohl der Stütze als auch dem Pflanzentrieb genug Platz lassen.

Pflanzenklammer

Kletterpflanzen

Für Kletterpflanzen gibt es eine große Auswahl an Rankgerüsten. Ob aus Holz, Metall oder Kunststoff, für jeden Gartenstil ist eine passende Ausführung dabei. Clematis, Kletterrosen, Geißblätter, Passionsblumen, Kletterhortensien und viele andere Rankgewächse kommen nicht ohne Kletterhilfe aus. Obeliske eignen sich sehr gut für einen freien Stand, während sonstige Rankhilfen in der Regel an einer Wand befestigt werden.

Ziergewächse

Prächtige Lilien erreichen teilweise Höhen von einem Meter und mehr Bei reicher Blütenbildung muss der Pflanzenstängel eine große Last tragen, was die Gefahr des Abknickens noch erhöht. Für einzelne Lilien genügen einzelne Stäbe aus Holz oder Metall. Da Lilien Tochterzwiebeln bilden und mit der Zeit zu einer ansehnlichen Gruppe heranwachsen, reicht eine einfach Stütze nicht mehr aus. Der Handel bietet für diese Zwecke Stützen mit geschlossenen oder teilweise offenen Ringen an, die sich für eine Pflanzengruppe bestens eignen. Diese Blumenstützringe mit integriertem Stab halten auch Pfingstrosen, Rittersporne, Phlox, Dahlien und viele andere Ziergewächse aufrecht. Für eine hoch wachsende Sonnenblumen wird wahrscheinlich ein etwas dickerer Stützpfosten benötigt, der einen perfekten Halt garantiert.

Obstgehölze

Beerensträucher, wie Himbeeren und Brombeeren, wachsen am besten zwischen zwei Pfosten, die mit Drähten miteinander verbunden sind. Bei Johannis- und Stachelbeeren genügt zumeist ein einzelner Stab. Insbesondere die auf Hochstamm gezüchteten Pflanzen sollten mit einer Stütze versehen werden, denn der einzelne hochwachsende Trieb muss eine große Last tragen.

Pflanzenklammer

Gemüsepflanzen

Bei den Gemüsegewächsen sind es die Tomaten und Paprika, die ohne einen stabilisierenden Halt  nicht auskommen. Tomatenspiralen wurden speziell für diese Nachtschattengewächse entwickelt. Der Haupttrieb lässt sich ohne Band oder Klemme ganz einfach in die Windungen einfädeln. Da Paprikagewächse meist nicht so hoch wachsen, reichen für sie kleinere Stäbe aus (siehe Foto 2). Außerdem genügt es, wenn der Stamm eine ausreichende Stütze erhält. Für die Topfkultur von Paprika eignen sich übrigens die Stäbe von Silvesterraketen sehr gut, die am Neujahrstag auf Straßen und Gärten zu finden sind. Ansonsten leisten Bambusstäbe gute Dienste. Für Kletterbohnen bietet der Handel gleichfalls spezielle Stangen aus Metall an. Kletterbohnen klammern sich mit ihren Ranken aber auch gerne an Schnüren fest. Wird Gurken ein Rankgerüst zur Verfügung gestellt, bleiben die Früchte schön sauber. Außerdem erhalten sie in der Höhe mehr Sonne.

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