Pfennigkraut

Wer einen robusten und dazu noch hübsch aussehenden Bodendecker sucht, dem kann ich das Pfennigkraut wärmstens empfehlen. Wahrscheinlich kommt der Name daher, weil die Blätterform an kleine Münzen erinnert und seit der Euro-Umstellung eigentlich Centkraut heißen müsste! Die Blätter an den Stängeln, die über den Boden kriechen, stehen jeweils paarweise genau gegenüber. Lässt man dem Pfennigkraut Zeit, bildet es einen Teppich und wird so dicht, dass es als Rasenersatz herhalten kann. Es nimmt auch nicht übel, wenn man mal drauf tritt, denn es ist sehr widerstandsfähig und erholt sich rasch wieder. Hoch wird es nur max. 10 cm, wobei die Ausläufer durchaus eine Länge von bis zu 50 cm erreichen können.

Pfennigkraut gedeiht überall, am wohlsten fühlt es sich jedoch an einem halbschattigen Platz. An Teichrändern oder an Bachläufen wäre der ideale Standort, denn das Pfennigkraut liebt einen feuchten Boden. Mehr noch, seine Ranken wachsen sogar ins Wasser hinein, die dort Wurzel ziehen und sich verankern. Es ist also auch für die Uferzone passend. Mit der Pflanze lassen sich wunderbar unschöne Übergänge von Folien oder Teicheinsätzen kaschieren, vielleicht in Kombination mit großen Steinen. Pfennigkraut wächst sogar im Aquarium und zwar ganz und gar unter Wasser. Das sieht optisch einfach toll aus, weil es ein sattes Grün und gleich eine Menge an Blattwerk zu bieten hat und zusätzlich hilft, die Stoffwechselprodukte der Fische zu verarbeiten.

Pfennigkraut

Das Pfennigkraut mit seinen herab hängenden Ausläufern eignet sich auch wunderbar zur Kübelbepflanzung. In diesem Falle muss für ausreichend Wassergabe gesorgt werden, sonst bekommen die Blätter braune Flecken. Am schönsten sieht die ausdauernde Staude natürlich von Juni bis Juli aus, wenn sie in voller Blüte steht. Aus den Stängeln heraus bilden sich Knospen, die, wenn sie aufspringen, fünf goldgelbe Blütenblätter hervor bringen, die auf dem satten Grün recht auffallen.

In der Volksheilkunde wurde Pfennigkraut früher als Hustentee verwendet. Dieser Tee soll auch bei Gicht und Rheuma geholfen haben. Insgesamt hatte das Kraut in der Heilkunde jedoch wenig Bedeutung.

Die Vermehrung von Pfennigkraut ist kinderleicht. Da die auf dem Boden liegenden Ausläufer mit der Zeit Wurzeln bilden, kann man schon fix und fertige Ableger abschneiden und an einem neuen Standort einpflanzen. Das Pfennigkraut wächst bei günstigen Bedingungen sehr rasch und deshalb wird man an einem Rückschnitt nicht vorbei kommen. Es ist absolut frostfest und ganzjährig grün.

Gold-Felberich

Für einen Platz, an dem sonst nicht so recht was wachsen will, ist der Felberich, der auch unter dem Namen gepunkteter Gilbweiderich bekannt ist, bestens geeignet, egal ob Sonne oder Schatten. An und für sich mag er zwar einen feuchten Standort, aber er ist auch mit einem trockenen, sandigen Plätzchen zufrieden.

Er ist wirklich sehr hübsch anzusehen und blüht von Juni bis in den August. Aus seinen Stängeln lassen sich wunderschöne Sträuße binden. oder man stellt einfach einige der blühenden Rispen in eine Vase, das schmückt jeden Raum. Das Gefäß muss allerdings schon etwas größer sein, denn die einzelnen Blütenrispen werden bis zu 80 cm hoch.
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Die Blaumeise

Eifrig sind sie zur Zeit wieder bemüht, ihre Nachkommen zu verköstigen. Jedesmal, wenn ein Elterntier mit Beute im Schnabel anfliegt, hört man das aufgeregte Konzert, das aus dem Nistkasten dringt. Unermüdlich, von früh morgens bis spät abends, wird Nahrung herbei geschafft.

Bereits vor Jahren brachte ich an der Wand eines Nebengebäudes unter einem Dachvorsprung einen Nistkasten an und freue mich stets riesig, wenn im Frühjahr Mieter einziehen. Miete zahlen sie zwar nicht, aber dafür kann ich mir sicher sein, dass jede Menge Raupen, Schnecken und Schadinsekten, vor allem Blattläuse, auf biologische Art und Weise ins Jenseits befördert werden oder besser gesagt, in den Mägen der Jungvögel landen. „Die Blaumeise“ weiterlesen

Aloe Vera

Sie begegnet einem im Kosmetikbereich überall, in Cremes, Gesichtsmasken, Duschgels und sogar schon im Babyöl ist sie zu finden, die Aloe Vera. Ihre Wirkstoffe scheinen unbestritten zu sein. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sie bei Insektenstichen vorzüglich hilft. Dazu genügt es, einfach ein Blatt abzubrechen und etwas von dem zähflüssigen Gel auf die betroffene Stelle einzureiben und der Juckreiz lässt sofort nach. Meist sieht man am nächsten Tag überhaupt nichts mehr von dem Einstich, denn die Entzündung wird ebenfalls gestoppt.

Wenn man den Versprechungen der Schönheitsindustrie glauben kann, beugt die Aloe Vera mit ihrer feuchtigkeitsspendenden Eigenschaft Falten vor und reduziert sogar bereits vorhandene. Medizinisch betrachtet, soll die Aloe Vera die Wundheilung beschleunigen, wenn man das Gel auf Hautverletzungen streicht. Sie ist durch ihre kühlende Eigenschaft auch geeignet bei Sonnenbrand. „Aloe Vera“ weiterlesen

Heckenrose (Wildrose)

Heckenrosen  wachsen zwar meist in der freien Natur, besonders an Wegrändern, aber ich habe mir meine eigene in den Garten geholt. Mit dem Namen „Weinrose“ tituliert, stand sie im Gartenfachmarkt. Obwohl ich dachte, dass sie schnell in die Höhe wächst, hat es dann doch fünf Jahre gedauert bis sie jetzt eine stattliche Größe von ca. 2,50 m aufweist.

Die ersten Blüten haben sich jetzt, nach den vielen Regentagen, geöffnet und hüllen meine Terrasse in einen aromatischen Duft, der in den Abendstunden noch intensiver wird. Zahlreiche Bienen finden sich ein, um den Nektar zu schlürfen. Jede Blüte in einem zartrosa Farbton besteht aus fünf Blättern. Meine Heckenrose erinnert mich an das Märchen „Dornröschen“, denn die Stacheln, (bei Rosen spricht man von Stacheln und nicht von Dornen!) sind wirklich nicht ohne. Man muss gut aufpassen, dass man sich nicht verletzt, wenn man sich ein Röschen abschneiden will oder wenn ein Rückschnitt fällig wird. Arbeitshandschuhe sind empfehlenswert! „Heckenrose (Wildrose)“ weiterlesen

Der Frauenmantel (Alchemilla)

Der Fauenmantel gehört zu den Rosengewächsen und bekam seinen Namen, weil ein zusammengerolltes Blatt dieser Pflanze an den Umhang der Mutter Gottes auf mittelalterlichen Abbildungen erinnert. Das samtige junge Blattgrün ist zunächst kelchartig gefaltet und sieht umgestülpt wirklich wie ein Mäntelchen aus. Erst wenn sie ihre komplette Größe erreicht haben, sind die rundlich gelappten und am Rande fein gezahnten Blätter komplett offen. Nur ganz am Rand wölben sie sich noch etwas nach oben und bilden somit eine sehr flache Schale.

In der traditionellen Volksheilkunde soll dieses Kraut vor allem bei „Frauenleiden“ helfen. Sicherlich resultiert die Pflanzenbezeichnung ebenfalls aus dieser Tatsache. Verwendet werden sowohl die Blätter als auch die nicht tief liegenden Wurzeln, wobei die nachgesagte Wirkung niemals in der Medizin bestätigt wurde. „Der Frauenmantel (Alchemilla)“ weiterlesen

Oregano

Oregano, auch Dost oder Wilder Majoran genannt, darf eigentlich in keinem italienischen Gericht fehlen. Er ist aber auch ein wichtiger Bestandteil der griechischen und der spanischen Küche. Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze liebt die Sonne. Ein warmer Standort, dazu noch kalkhaltiger Boden, und der Oregano fühlt sich pudelwohl. Sein Name kommt aus dem Griechischen (Oros = Berg; Ganos = Schmuck) und heißt übersetzt Schmuck der Berge.

Oregano gehört zur Familie der Lippenblütler, trägt ovalförmige, leicht behaarte Blätter und blüht von Juni bis September. Die hellrosa bis lila gefärbten, kleinen Blüten wachsen doldenartig seitlich aus einem Stängel heraus, der bis zu 50 cm hoch wird, und bilden ganz oben eine dichtere Krone. Die restliche Pflanze erreicht eine Höhe von max. 25 cm. Die meisten Sorten sind auch bei uns winterfest. Zudem kann die Staude lange Zeit am selben Standort verbleiben, der untere Teil wird allerdings mit der Zeit holzig. Ein rechtzeitiger kräftiger Rückschnitt verhindert das. Der Wilde Majoran bildet unterirdische Ausläufer und geht dabei immer mehr in die Breite. Somit wird er auch ganz einfach vermehrt, indem man im Herbst ein Teilstück mit dem Spaten trennt und an einem anderen Platz eingräbt.

Oregano

Eigentlich darf Oregano auf keiner Pizza fehlen. Frisch von der Pflanze geerntet oder getrocknet kann er zum Einsatz kommen. Tomatengerichten gibt er seinen typischen mediterranen Geschmack. Im Gegensatz zu Petersilie, ist das Mitkochen ein Muss, denn erst beim Erhitzen gibt der Oregano sein ganzes Aroma frei. Ich mag zum Beispiel auch, wenn klein geschnittener Oregano mit in den Kloßteig kommt. Eierspeisen, gewürzt mit Wildem oder normalem Majoran, schmecken ebenfalls  sehr lecker.

Zum Trocknen, als Vorrat für den Winter, schneidet man am besten Laubbündel ab und hängt sie an ein schattiges Plätzchen. Die getrockneten Blätter können dann einfach abgezupft und in geschlossene Behälter gefüllt werden. Wem das zu lange dauert, legt die Büschel in einen 40° C warmen Backofen. Frisch  gepflückt und in Öl eingelegt, hält sich Oregano ebenfalls eine Weile und wird Bestandteil einer leckeren Salatzugabe.

In der Heilkunde fand der Dost wenig Verwendung, aber seine Bedeutung in der Welt des Übersinnlichen ist dann doch spannend. So soll Dost vor bösen Dämonen schützen und wurde zur Hexenabwehr eingesetzt. Weil er jeden Kummer vertreibt, erhielt er im Volksmund auch den Namen Wohlgemut. Also liebe Gartenbesitzer, pflanzt Oregano und das Glück zieht ein!

Clematis (Waldrebe)

Warum ich zur Zeit eine Vorliebe für weiße Blüten habe, kann ich so genau nicht sagen. Vielleicht weil sie Unschuld, Reinheit und auch Einfachheit widerspiegeln? Ist das Leben allgemein zu hektisch und zu kompliziert geworden, dass ich im Garten einen Rückzug suche? Das wäre zumindest eine Erklärung. Vor einigen Jahren stand ich auf gelbe Blumen und habe mir somit in meinem Garten eine gelbe Oase geschaffen. Gelb, als Sonnenfarbe schlechthin, steht für Heiterkeit, Freude und Wärme. Vielleicht hatte ich diese Komponenten damals besonders nötig?

Die Farbenlehre besagt, dass jeder Farbton in unserer Umgebung seine eigene Schwingung besitzt und somit auch einen direkten Einfluss auf unser Befinden. Ist in der Tat spannend, sich damit zu beschäftigen. „Clematis (Waldrebe)“ weiterlesen

Petunien überwintern

Petunien gehören zur Gattung der Nachtschattengewächse und bilden bei richtiger Pflege Unmengen an Blüten in den verschiedensten Farben. Sie haben extrem viel Durst, somit wird es die Hauptaufgabe des Gartenfreundes sein, für ständige Wassergaben zu sorgen. Besonders wenn sie in einem Kunststoffgefäß ohne Reservoir stehen, ist mindestens zweimaliges Wässern am Tage angesagt. Auch brauchen Sie Dünger, mindestens einmal wöchentlich, damit sich besonders die hängenden Sorten zu einem Blühwunder entwickeln. „Petunien überwintern“ weiterlesen

Hummeln

Jedes Jahr gehören die Hummeln zu den ersten Insekten, die sich nach dem Winterschlaf ins Freie trauen. Sie fliegen bereits bei 2° C, während Bienen auf angenehmere 10° C warten. Einzig alleine die Königinnen sind vom Jahr zuvor übrig geblieben. Das komplette restliche Volk ist vor dem Winter eingegangen. Meist überwintern die Königinnen in der Erde oder an einem anderen, vor Kälte geschützten, Platz. Viel Arbeit erwartet sie. An den allerersten Blüten muss sich die Königin erst mal stärken und dann wird es Zeit, eine geeignete Unterkunft für ihr Volk zu finden. Leere Vogelkästen, Baumlöcher oder Schlupfwinkel unter Dächern eignen sich wunderbar. Es muss nur trocken sein. „Hummeln“ weiterlesen