Vogelhäuser

Der Gesang der Vögel gehört zum perfekten Garten wie das natürliche Ambiente, der gepflegte Rasen und die herrlichen Blumenbeete. Singvögel sorgen zudem als nützliche Schädlingsbekämpfer für eine ausgewogene Gartenfauna. In einem mit Vogeldomizilen ausgestatteten Grünbereich fühlen sich die gefiederten Helfer willkommen. Beim Kauf eines Vogelhauses sollten die Bedürfnisse der Tiere an oberster Stelle stehen. Die große Auswahl, angefangen beim Selbstbausatz bis hin zur ausgefeilten Vogelvilla mit mehreren Funktionen, bietet für jedes Umfeld das passende Häuschen. Bei Nistkästen bestimmen Größe und Form des Einfluglochs, ob sich Meisen, Sperlinge oder Stare einfinden. Andere Vogelarten, wie Rotkehlchen oder Zaunkönige, bevorzugen eine halboffene Brutgelegenheit. Holz ist für jede Bauart das optimale Material. Um die Schadstoffbelastung gering zu halten, darf das Holz nicht chemisch behandelt sein. Durch Flämmen, Einölen oder einem Anstrich mit Öko-Farben werden die Wände wetterbeständig und schädlingsresistent. Auch die hervorragenden Klimaeigenschaften bleiben erhalten. Im Gegensatz dazu eignen sich für Futterplätze auch Ton, Metall und Plexiglas, denn diese Baustoffe lassen sich problemlos reinigen.

Nützlinge in den Garten locken

Tierische Gartengenossen, die sich von Schädlingen ernähren, leisten als Nützlinge wertvolle Dienste. Indem Insekten, die das Wachstum von Kulturpflanzen beeinträchtigen, von ihren natürlichen Feinden eliminiert werden, bedarf es keine Pestizide. Ein Blaumeisenpaar vertilgt gemeinsam mit den geschlüpften Jungen im Laufe eines Sommers schätzungsweise 45 bis 70 kg Insekten in der Form von Fliegen, Mücken, Larven, Raupen, Blattläusen, Spinnen, Milben, Thripsen und Käfern. Nützlinge fühlen sich aber nur in Gärten heimisch, die sie als naturnahen Lebensraum betrachten. Damit sich Vögel ansiedeln, bedarf es Bäume, Sträucher und Hecken, die geeignete Schutz-, Schlaf- und Nistgelegenheiten bieten. Ersatzweise nehmen die Piepmätze mit Vogelfutter aus dem Fachhandel und vom Menschen hergestellte Brutplätze vorlieb. Mit Hilfe eines Vogelfutterhauses, das im Winter die gefiederten Nützlinge in den Garten lockt, geraten aufgehängte Nistkästen ins Zentrum des Interesses. Klappt es mit der Verpflegung und steht Wohnraum zur Verfügung, lassen sich die Vögel gerne nieder.

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Vogelhaus: Entweder zur Bewirtung oder zur Aufzucht

Grundsätzlich gibt es bei Vogelhäusern zwei Varianten, zwischen denen unterschieden wird. Es gibt Vogelhäuser für den Sommer und für den Winter. Während die Domizile in der warmen Jahreszeit Vögel zum Nisten einladen und ihnen in Bäumen oder am Mauerwerk den einen oder anderen Nistplatz anbieten, stellen mit Nahrung gefüllte Depots einen sicheren Futterplatz im Winter bereit. Beide Versionen müssen stabil befestigt und so angebracht sein, dass weder der jagdbegeisterte Haushund noch Katzen oder Raubvögel die Brutpflege oder Nahrungsaufnahme stören können.

Sauberkeit für Vogelhäuser

Sowohl für das Futterhäuschen als auch für die Nisthöhle nimmt Hygiene eine wichtige Rolle ein. Jedes Vogelhaus sollte ohne große Mühe zu reinigen sein. Geeignete Materialien und intelligente Öffnungslösungen für Dächer oder Rückwände vereinfachen die Desinfizierung. Beim Vogelfutterhaus erleichtern zweckmäßige Mechanismen das Befüllen und die Entnahme von Futterresten. Selbst vor direkter Feuchtigkeit geschütztes Futter kann schimmeln und die Gesundheit der Gartenbewohner bedrohen. Auch die allseits beliebte Vogelfuttersäule, die freischwebend am Ständer im Beet oder am Baum gut zu beobachten ist, muss diese Qualitätskriterien erfüllen.

Die Vorteile einer Vogelfutterstation mit Spender

amsel im winterFür klassische Futterhäuser empfiehlt sich ein Einlegeboden, der sich einfach reinigen lässt. Alternativ kann es sich um einen Blumentopfuntersetzer oder um einen anderen flachen Behälter aus Plastik handeln, der aus dem Vogelhaus entnommen, von Samenschalen und Dreck befreit und gründlich gesäubert werden kann. Während die Vögel fressen, sitzen sie im Futter und hinterlassen dort ihre flüssigen Ausscheidungen und das eine oder andere Häufchen. Sowohl Urin als auch Kot der Vögel sind stark ätzend. Von Bakterien, Viren und Parasiten, die sich in den Fäkalien befinden, ganz zu schweigen. Bei herkömmlichen Futterstationen vermengt sich das servierte Futter zwangsläufig mit Kot und Harn. Diese infektiöse Mischung landet schließlich in den Mägen der nachfolgenden Vogelhausbesucher. Ausgesprochen bedrohlich wird es, wenn sich kranke Tiere ihrer Hinterlassenschaften entledigen. Futter- und Wasserstellen verwandeln sich dann schnell zu gefährlichen Ansteckungsherden, an denen sich viele Vögel infizieren. In den letzten Jahren kam es gehäuft zu kranken und toten Amseln (aufgrund von Usutu-Viren) und zu weit verbreitetem Finkensterben (infolge Trichomonaden-Erreger). Naturschutzorganisationen warnen vor Kontaminationen und erteilen Hygienetipps. Sobald ein krankes oder totes Tier in der Nähe einer Futterstelle aufgefunden wird, ist die Fütterung sofort einzustellen. Für Vogeltränken gilt das Gleiche. Ein verendetes Tier niemals mit den bloßen Händen angreifen, stattdessen mit einem Plastikbeutel aufnehmen, diesen umkrempeln und zum Einschlagen des toten Körpers nutzen. Alles in der Mülltonne entsorgen. Genau genommen müsste ein Vogelfutterhaus täglich mit heißem Wasser und Bürste gereinigt werden, um Vorkehrung gegen Krankheitsübertragungen zu treffen. Doch selbst bei sehr penibler Vorgehensweise lassen sich Ansteckungen niemals vollkommen ausschließen. Ein weitaus geringeres Risiko geht von Futterspendern aus, die Körner und Samen nach und nach freigeben. In Futtersäulen oder Futtersilos bleibt die Nahrung für Singvögel sauber. Sind Sitzstangen angebracht, können die hungrigen Gäste bequem Platz nehmen und die ständig nachrutschenden Körner aufpicken.

Konstruktionen zum Füttern

Die gängigen Varianten, die den gefiederten Gartenbewohnern einen reichlich gedeckten Tisch bieten:

  • Futterhaus auf stabilem Holzpfahl oder 3-Bein-Ständer
  • Vogelfutterhäuschen zum Aufhängen
  • Futtersilos, Futtersäulen und andere Vogelfutterspender, um das Futter vor Verschmutzung zu bewahren.
  • Meisenknödel und diverse Halterungen, die Meisenknödel aufnehmen

Hinweis: In der Nähe eines Vogelfutterhauses sollten sich keine Fenster oder gläserne Türen befinden. Die Gefahr wäre zu groß, dass die Vögel dagegen fliegen und sich schwer verletzen.

Welches Futter für welche Vogelarten?

Gewürzte und gesalzene Essensreste werden von Vögeln nicht vertragen. Brot quillt in ihren Mägen auf, führt zu Verstopfung und sollte deshalb gleichfalls nicht auf dem gedeckten Tisch erscheinen. Grundsätzlich eignet sich Futter, das die Tiere in der freien Natur vorfinden, wie Sonnenblumen- und Apfelkerne, Bucheckern, sowie Tannen-, Fichten-, Kiefern- und andere Baumsamen, eventuell ergänzt mit Rosinen und Haferflocken. Bezüglich der Ernährung werden die Singvögel in Weichfutter- und Körnerfresser unterteilt:

Weichfutterfresser

Zu dieser Gruppe gehören Amseln, Stare, Drosseln, Kleiber, Rotkehlchen, Spechte, Baumläufer, Heckenbraunellen, Haubenlerchen und Wintergoldhähnchen. Mit ihren länglichen Schnäbeln stochern sie während der warmen Jahreszeit im Erdreich nach Würmern und Insektenlarven. Bevor der Winter Einzug hält, müssen Weichfutterfresser entweder in mildere Gegenden fliegen oder ihre Ernährung auf eine andere Kost umstellen. Für harte Kerne sind die Schnäbel von Weichfutterfressern nicht gemacht, weshalb ihr Winterfutter aus feinen Sämereien, Äpfeln, Rosinen, Hagebutten, Vogelbeeren und Haferflocken bestehen sollte. Manche Vögel dieser Kategorie, wie zum Beispiel Amseln, fressen am liebsten auf dem Boden.

Körnerfresser

Allesfresser, wie Meisen und Kleiber, sind im Winter auf Samen und Körner angewiesen. Zu ihnen gesellen sich Vögel, die das ganze Jahr über Samen, Früchte und Knospen als Nahrung favorisieren. Körnerfresser sind mit einem kräftigen Schnabel ausgestattet, der auch harte Samen und Kerne knackt. Nachschub für die winterliche Snackbar setzt sich idealerweise aus Sonnenblumenkernen, Hanf- und Mohnsamen, Nüssen und Getreide zusammen. Körnermischungen bieten von allem etwas.

Vogeltränken nicht vergessen

Vögel haben nicht nur Hunger, sondern auch Durst. Da natürliche Gewässer in Siedlungsgebieten meist fehlen, sind Vögel auf lebensspendendes Nass in Vogeltränken und künstlich angelegten Teichen angewiesen. Wie bei uns Menschen, besteht auch bei den Singvögeln an heißen Tagen ein erhöhter Flüssigkeitsbedarf. Eigentlich genügt ein Teller oder eine flache Schale als Vogeltränke. Wogegen formschöne Vogeltränken und Vogelbäder den Garten zieren.

Übrigens: Wird den Vögeln frisches Wasser gegen den Durst angeboten, naschen sie seltener an Beeren und Trauben.

Pro und contra Ganzjahresfütterung

Dass den Vögeln im Winter Futter zur Verfügung gestellt wird, stößt größtenteils auf Zustimmung. Ob eine Fütterung auch in den warmen Monaten Sinn macht, bleibt dagegen nach wie vor umstritten. Selbst erfahrene Ornithologen sind sich nicht einig, ob eine über das ganze Jahr andauernde Fütterung den Wildvögeln nützt oder eher schadet. Die Gegner argumentieren mit dem Mangel an Protein, den mit Körnern gefütterte Vögel, die im Sommer normalerweise Insekten fressen, erleiden. Befürworter begründen ihre Meinung mit dem Rückgang natürlicher Futterquellen.

Bruthilfen für Singvögel

Vogelhäuser, die das Brutgeschäft der Vögel unterstützen, müssen auf die jeweilige Art abgestimmt sein.

Höhlenbrüter beanspruchen einen sicheren Raum mit rundem Loch als Eingang.

  • Einflugloch Ø 26-28 mm: Blaumeisen und die meisten anderen Meisenarten
  • Einflugloch Ø 32-34 mm: Sperlinge, Kohlmeisen, Kleiber
  • Einflugloch Ø ca. 34 mm: Stare

Nischen- bzw. Halbhöhlenbrüter ziehen etwas Helligkeit im Inneren des Nistkastens vor.
Halbhöhlenbrüter: Haus- und Gartenrotschwänze, Rotkehlchen, Zaunkönige.

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Vom schlichten Holzhäuschen bis zur Villa Kunterbunt

Während Vogelhäuser früher einfach aus Holzbrettern zusammengenagelt wurden, finden Gartenbesitzer heute an einem ansprechenden Design Gefallen. Moderne Wohnstätten für Singvögel sehen oftmals aus wie ein Haus oder haben eine andere Gestalt. Vogel-Villen der neuen Generation bringen Farbe in den Garten und verschönern den Außenbereich. Den Vögeln ist es egal, wie ein Brutplatz von außen aussieht, Hauptsache das Innere sagt ihnen zu. Menschen, die sich an hübschen Dekorationen erfreuen, kommen attraktiv bemalte Vogelhäuser in außergewöhnlichen Formen sicherlich sehr gelegen.

Nistkästen reinigen

Nach jeder Saison steht ein umfangreicher Wohnungsputz an. Die besten Zeiten zur Reinigung der Nistkästen liegen im Spätsommer, wenn der Nachwuchs das Nest verlassen hat, oder zum Ende des Winters, wenn der Einzug neuer Mieter unmittelbar bevorsteht. Altes Nistmaterial ist komplett zu entfernen, denn jedes Vogelpaar möchte sich selbst um die Einrichtung kümmern. Unbedingt beim Nistkasten reinigen Handschuhe tragen, denn höchstwahrscheinlich befinden sich Milben, Flöhe und andere Parasiten im Kasten. Es genügt, wenn das Vogelhaus mit heißem Wasser ausgewaschen wird. Auf den Einsatz chemischer Putzmittel oder Desinfektionsmittel sollte verzichtet werden.

Fazit:

Vogelhäuser stellen für große und kleine Gärten bezaubernde Dekorationselemente dar, die im Übrigen einen überaus nützlichen Zweck erfüllen. Ob zum Füttern oder Brüten, speziell für Vögel konzipierte Häuschen locken zahlreiche gefiederte Sänger an. Im Bio-Garten sind Vögel unverzichtbar, denn sie dezimieren die Schar der Schädlinge. Selbst in der Großstadt lassen sich Balkone und Dachterrassen mit einem stilvoll gestalteten Futterhaus für Vögel aufwerten.