Feuerschalen

Lodernde Flammen ziehen schon jeher die Menschen in ihren Bann. Für unsere Vorfahren war die Feuerstelle einst ein wichtiger Treffpunkt des sozialen Lebens. Das Feuer diente der Zubereitung von Speisen, spendete Wärme und hielt wilde Tiere fern. Wenn auch heute nicht mehr mit Bären und Wölfen, höchstens mit lästigen Mücken, gerechnet werden muss, hat das Feuer bislang nichts von seiner Faszination verloren. In der Dunkelheit erstrahlen die züngelnden Flammen in goldgelber bis feuerroter Farbe und verbreiten eine zauberhafte Stimmung. Das Knistern des Holzes und der gelegentliche Funkenflug lässt den Feuerschein reizvoll und gleichzeitig mysteriös erscheinen. Für lauschige Abende am offenen Feuer können öffentliche Grillplätze genutzt werden. Weitaus mehr Behaglichkeit gewährt jedoch eine Feuerstelle, die sich auf einem privat genutzten Grundstück befindet, entweder im Außenbereich des Wohnhauses oder in einer Laube oder Parzelle.

Lagerfeuer-Romantik im eigenen Garten

Ein fester Brennplatz wird meist aus Steinplatten oder Ziegelsteinen errichtet. Wer es eher rustikal mag, setzt einfach unbehauene Natursteine zu einem Kreis zusammen. Jedes Lagerfeuer benötigt eine geeignete Stelle in ausreichender Entfernung zu Häusern, Büschen und Bäumen. Feuerplätze dieser Art nehmen relativ viel Fläche in Anspruch und lassen sich in kleineren Gärten nicht oder nur mit dem Verzicht auf andere Gestaltungselemente realisieren. Zum Glück gibt es Alternativen, die mit wenig Raum auskommen und nicht ortsgebunden sind. Der große Vorteil von Feuerschalen und Feuerkörben liegt in ihrer Mobilität. Sie können einfach verrückt und an jedem gewünschten Platz im Garten oder auf der Terrasse aufgestellt werden. Außerdem bleibt das Feuer auf diese Weise leichter unter Kontrolle. Auch wird der Garten bzw. der Rasen nicht zerstört, was bei einem herkömmlichen Lagerfeuer zwangsweise der Fall wäre. Variabel einsetzbare Feuerstellen dürfen nur im Freien entzündet werden und nicht in Innenräumen, denn dort besteht höchste Brandgefahr. Das Feuer erzeugt zudem giftiges Kohlenmonoxid mit lebensbedrohlichen Auswirkungen in geschlossenen Räumen.

Feuerschale aus Stahl 790 mm
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Feuerschale Bonn Ø 80 cm
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Feuerschale FS1 aus Edelstahl
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Die Wesensmerkmale von Feuerschalen

Die Feuerschale stellt eine exklusive Abwechslung zum herkömmlichen Lagerfeuer und zum meist einfach konzipierten Feuerkorb dar. Das Prinzip ist denkbar einfach: Die Feuerschale ist ein schalenförmiges, also eher flaches Behältnis aus feuerfestem Material, in dem ein dekoratives und wärmendes Feuer entzündet werden kann. Zwei seitlich angebrachte Griffe erleichtern das Tragen der Feuerschale. Ist das Behältnis zudem an der tiefsten Stelle mit einer kleinen Bohrung versehen, kann Regenwasser ablaufen und sammelt sich nicht in der Schale.

Vorteile von Feuerschalen gegenüber Feuerkörben

Weil Feuerschalen aus durchgehendem Material gearbeitet werden, bleiben Feuer und Glut sicher verwahrt. Feuerkörbe haben stattdessen seitlich und unten befindliche Öffnungen, durch die brennende Teile rieseln können. Das Gleiche gilt für schmälere Äste oder Holzstücke, die möglicherweise durch das Gitter rutschen. Die Schalenform bewahrt zudem vor schwarzen Flecken, die durch herabfallende Glut am Boden entstehen. Generell gibt es weniger Dreck als bei den geflochtenen oder mit Gitter versehenen Varianten. Feuerkörbe wiegen weniger und sind deshalb leichter zu tragen. Feuerschalen verfügen jedoch aufgrund ihres größeren Gewichts über einen viel stabileren Stand. Außerdem lassen sie sich relativ einfach in einen Grill umfunktionieren.

Feuerschalen und ihre Gestaltungsvielfalt

Meist sehen die Behälter, die den tanzenden Flammen eine Basis bieten, aus wie eine Schüssel mit geringer Höhe, wahlweise mit oder ohne Standfüße. Feuerschalen gibt es auch in nach oben verlaufender Form, dann ist die Brennvorrichtung oberhalb der Säule angebracht. Diese Modelle sind dem amerikanischen Vorbild der Flame Bowls nachempfunden. Modernes Design kennt keine Grenzen, eventuell sitzt die Schale auf einem Pfeiler mit rechteckigem oder anders geartetem Durchschnitt. Oder Standbeine tragen den Behälter, der nicht zwangsläufig rund sein muss. Ecken erschweren allerdings das Entfernen der Asche.

Siena Garden Feuerschale Ø 55cm
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Feuerschale, Terrassenofen 77cm Stein-Dekor
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point-garden Feuerschale Gußeisen
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Geeignete Brennstoffe für Feuerschalen

Eine Feuerschale kann mit verschiedenen Brennstoffen betrieben werden, unter anderem ganz klassisch mit Holz, Holzkohle oder Holzbriketts. Beliebt ist Buchenholz, weil es in mäßigem Tempo abbrennt, eine lang anhaltende Glut entwickelt und der hochsteigende Rauch aromatisch duftet. Spezielle Brennstoffe eignen sich gut, um die Feuerstelle zu befeuern, wenn zum Beispiel auf Gartenfesten oder an exponierten Positionen das Feuer nicht ständig nachgeheizt oder beobachtet werden kann. Dann bieten sich Brennstoffe wie Bioethanol (Bioalkohol) an, die rußfrei und mit wenig Rückständen verbrennen.

Funktionale Materialien für Feuerschalen

Alle nicht brennbaren Materialien kommen zur Herstellung von Feuerschalen für den Garten infrage. Den aktuellen Zeitgeist treffen elegante und schlichte Feuerschalen aus Edelstahl, aber auch Modelle aus Eisen (Gusseisen), Stahl, anderen Metallen (Kupfer), Keramik oder Ton verfügen über eine optische Attraktivität. Aus Naturstein (z. B. Granit) angefertigte Feuerstellen besitzen oftmals einen metallenen Auf- oder Einsatz, der entweder auf dem steinernen Gebilde thront oder in einer eingepassten Mulde versenkt wird.

Reinigung und Pflege

Lackierungen sind für Feuerschalen weniger günstig, denn sie halten auf Dauer den starken Beanspruchungen nicht stand. Deshalb bestehen die Feuerbehälter für gewöhnlich aus unbeschichtetem Stahl, Edelstahl, Gusseisen oder aus Steingut. Damit sich bei metallenen Produkten kein oder nur wenig Rost bildet, wird nach dem Entfernen der Asche und der Reinigung mit einem feuchten Tuch, zusätzliches Einreiben mit Öl empfohlen. Andererseits verleiht das Korrosionsprodukt von Eisen und Stahl einen antiken Charakter. Rost-Patina liegt sogar voll im Trend, denn der rot-braune Belag passt hervorragend zum derzeit angesagten Shabby Chic. Sollen Edelstahl-Oberflächen im Kontrast dazu glänzend bleiben, hält der Handel Spezialreiniger bereit.

Aufbewahrung im Winter

Grundsätzlich können metallene Feuerschalen während der kalten Monate draußen bleiben und das ganze Jahr über als willkommene Wärmequellen dienen. Trotzdem erweist sich ein trockener Platz vorteilhafter, denn die Witterung hinterlässt letztendlich auch auf Metall ihre Spuren. Feuerschalen aus Ton oder Feinkeramik müssen dagegen definitiv an einem trockenen und frostfreien Ort überwintern. Eine Alternative stellt die Aufbewahrung in einem Schuppen bzw. im Garten- oder Gewächshaus dar, vorausgesetzt, das Material ist vor den ersten Minusgraden nicht mehr feucht. Durch offenporige Oberflächen, wie es bei Tonkeramik der Fall ist, dringt Nässe ein. Da sich Wasser bei Frost ausdehnt, kommt es unweigerlich zum Zerbersten des Materials. Ähnlich verhält es sich bei Hitze. Wird in einer vom Regen durchtränkten Feuerschale aus Keramik ein Feuer entfacht, sind Risse und Sprünge keine Seltenheit.

Richtiger Umgang mit Feuerschalen

Eine gebührende Distanz zu brennbaren Materialien dient der Brandverhütung. Das Element wird zudem bei Gebrauch sehr heiß. Berührungen ohne Schutzhandschutze haben dieserfalls Brandverletzungen zur Folge. Die Hitze weitet sich auch unterhalb der Schale aus, deshalb können Grasnaben versengen. Ist trotzdem ein Platz auf dem Rasen vorgesehen, sollte dieser vorher gut gegossen werden. Ansonsten halten feuerfeste Untersätze die enorme Hitze etwas ab. Weniger Probleme bereiten Feuerschalen mit Standvorrichtung. Besteht die Konstruktion aus Schale und Standfüßen, nimmt ein nicht nachgebender Untergrund, wie Platten, Pflaster, Asphalt oder gestampfter Boden, eine bedeutsame Rolle ein. Ein fester Stand verhindert, dass die Feuerschale weder kippelt noch umfällt. Kleider, Röcke und lange Jacken können sich am Feuer entzünden. Personen, die solche Kleidungsstücke tragen, bleiben besser dem Feuer fern.

Sicherheitshinweise

  • Genügend Abstand (3 m) zu Gebäuden, Gartenmöbeln und Sträuchern.
  • Brennbare Materialien außer Reichweite halten.
  • Kindern und Tieren den Zugang zum Feuer verwehren.
  • Nur Brennmaterial verwenden, das für das jeweilige Produkt empfohlen wird.
  • Auf Funkenflug achten, eventuell einen Funkenschutz anbringen. (Harzfreies Laubholz entwickelt weniger Funkenspritzer.)
  • Das Feuer fortwährend bewachen.
  • Beim Verlassen des Platzes muss das Feuer erloschen sein und es dürfen sich keine glühenden Partikel mehr in der Glut befinden. (Nur total erkaltete Asche in die Mülltonne füllen!)
  • Löschmaterialien wie Wasser, Sand, dichte Decke (eventuell spezielle Feuerlöschdecke) oder einen Feuerlöscher griffbereit halten.
  • Bei extremer Trockenheit ist besondere Vorsicht geboten bzw. sollte auf offenes Feuer verzichtet werden, insbesondere in der Nähe eines Waldes.
  • Asche zunächst in einen Blecheimer schütten und erst 24 Stunden später in der Restmülltonne entsorgen.

Übrigens: Holzasche gilt als guter Gartendünger und kann deshalb optional auf den Kompost.

Rechtliche Aspekte im Hinblick auf Feuerschalen

Eine Genehmigung ist für das Aufstellen und Benutzen einer Feuerschale nicht nötig. Trotzdem existieren gesetzliche Vorgaben, die sich vor allem auf die Aufsichtspflicht und den besonnenen Umgang mit dem Feuer beziehen.

  • Eine Feuerschale nur im Freien und an einem nicht überdachten Platz benutzen.
  • Zum Entzünden des Feuers sind nur feste Grillanzünder oder Holzspäne zugelassen. Flüssige Anzünder (z.B. Spiritus) können explosionsartige Verpuffungen oder hohe Stichflammen auslösen.
  • Ausschließlich trockenes Holz verwenden, denn nasses Holz führt zu einer vermehrten Rauchentwicklung.
  • Das Verbrennen von Strauchschnitt und Abfällen ist grundsätzlich untersagt.
  • Die Vorschriften des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) sind einzuhalten, u. a. darf es zu keiner Rauch-Belästigung der Nachbarn kommen.
  • Feuer und Glut nicht außer Acht lassen.
  • Verstöße stellen Ordnungswidrigkeiten dar, die mit Bußgeldern bestraft werden können.

Mit der Feuerschale grillen

Ein passender Aufsatz verwandelt die Feuerschale in einen betriebsfähigen Grill. Der Rost, der Fleisch, Würstchen und anderes Grillgut aufnimmt, wird aufgelegt oder an einer eigens dafür bestimmten Vorrichtung angebracht. Das kann eine seitlich befestigte, senkrecht verlaufende Halterung sein, in die der Rost eingesteckt wird. Oder die Feuerschale ist mit einem gebogenen Arm ausgestattet, an dem der Grillrost mit Hilfe von Drahtseilen oder Ketten hängt. Ein Schwenkgrill lässt sich ferner mit einem Dreibein-Stativ realisieren. Auf diese Weise ist eine stufenlose Höheneinstellung vorhanden und das Gestell kann auch für andere Feuerstellen genutzt werden.

Weiteres Feuerschalen-Zubehör

Nachfolgend einige Utensilien (Grillroste wurden bereits erwähnt), die zu einer noch größeren Freude an der Feuerschale beitragen.

  • Anzündwürfel bzw. Anzündwolle oder Kaminanzünder
  • Spreißelholz (Anmachholz)
  • Bodenplatte
  • Feuerschalenabdeckung (zum Schutz vor Aschenflug und im umgekehrten Fall vor Regen und Schnee)
  • Schürhaken
  • Funkenhaube / Funkenschutzwand
  • Grillhandschuhe
  • Topfaufsatz
  • Holztragekorb in metallener Ausführung
  • Aschenschaufel und Aschenbesen
  • Blecheimer mit Deckel

Ob alleine oder zu zweit zum Entspannen und Träumen, oder für das gemütliche Beisammensein mit lieben Menschen, Feuerschalen sorgen für Wärme und ein wohliges Ambiente. Welches Design beim Kauf den Vorzug erhält, wird vom Einsatzzweck und dem persönlichen Geschmack beeinflusst. Die perfekte Größe der Feuerschale richtet sich nach dem Ausmaß des zur Verfügung stehenden Grünbereichs. Für großflächige Gärten kommen Produkte mit einem Durchmesser von 100 cm und mehr in Betracht. Feuerschalen mit geringeren Maßen passen ideal auf die Terrasse und in den kleineren Garten. Der Preis orientiert sich an Material, Größe und Ausführung.

Häufig gestellte Fragen

Die Feuerschale sollte idealerweise mit einem Grill- oder Ofenanzünder angezündet werden. Am besten schichtet man dazu das Holz bereits sauber auf und legt Holzspäne oder kleine trockene Äste auf den Boden. So lässt sich die Feuerschale schnell und einfach anzünden und auch die Rauchentwicklung hält sich in Grenzen.

Wie bereits weiter oben erwähnt, sollten nie Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin verwendet werden. Dabei können Verpuffungen auftreten, die zu schweren Verbrennungen führen können. Aber auch für die Haltbarkeit der Feuerschale ist die "natürliche" Methode unbedingt zu bevorzugen!

Ob Sie sich für eine Feuerschale oder einen Feuerkorb entscheiden, hängt hauptsächlich vom Untergrund des "Feuerplatzes" ab. Während sich eine Feuerschale praktisch überall aufstellen lässt, wäre ein kiesiger oder sandiger Untergrund für den Feuerkorb zu empfehlen, da immer mal wieder brennende Holzstöckchen oder Asche durch das Gitter fallen können und so eventuell Brandflecken entstehen können.

Sollte dies jedoch kein Problem sein, kann man sich auch getrost für einen Feuerkorb entscheiden, da diese preislich meist etwas unterhalb der Feuerschalen liegen.